Adelberger Chor singt zum Volkstrauertag.
Auch in 2025 lud die Ortsgemeinde Adelberg anlässlich des Volkstrauertages unter dem Motto „Lichter für den Frieden“ ein, sich zu musikalischen und besinnlichen Beiträgen auf dem Rathausplatz zu versammeln. Da wie in 2024 das Wetter regnerisch war lud die evangelische Kirchengemeinde kurzerhand dazu ein, in die Dorfkirche zu kommen.
Nach einem Segenslied, vorgetragen vom Chor der Neuapostolischen Kirchengemeinde, begrüßte Bürgermeisterin Carmen Marquardt die Anwesenden. Pfarrer Tilman Schühle von der evangelischen Kirchengemeinde stellte für die anwesenden Kinder das Friedenlicht in den Mittelpunkt: es muss aktiv angezündet, mit einer Hand getragen und mit der anderen Hand beschützt werden. Es kann nicht mit einer Faust, sondern nur mit einer offenen Hand getragen werden.
Samuel Feller, Vorsteher der Neuapostolischen Gemeinde, blickte in der Geschichte zurück: 80 Jahre Frieden in Deutschland. Er stellte die Frage: „Haben wir etwas aus der Geschichte gelernt? Können wir Frieden stiften?“ Als Beispiel stellte er den Kindern die Situation vor Augen, wenn sich in der Schule zwei Schüler streiten. Beobachtet man, wie es ausgeht, oder ist man bereit auf die Streithähne zuzugehen und Frieden zu stiften?
Nach dem Lichtertanz der Kinder um das mit Kerzen erhellte Taufbecken las Bürgermeisterin Marquardt ihre „Lieblingsgeschichte“ vor: vier Kerzen auf einem Kranz – Frieden, Glauben, Liebe und Hoffnung – verlöschten nacheinander, da sie keine Perspektive mehr sahen. Ein Kind sah die Misere, nahm die letzte brennende Kerze – die Hoffnung – und entzündete die anderen drei Kerzen wieder.
Nach einem Chorlied des Neuapostolischen Chores, das sich mit dem Kontakt zu Verstorbenen beschäftigte, sprach Pfarrer Schühle ein Gebet und danach gingen die Anwesenden in einem Trauerzug zum Ehrenmal auf dem Friedhof. Zu einer getragenen Weise, gespielt von zwei Trompetern der Schurwaldmusikschule, wurde ein Kranz niedergelegt.