Der 4. Adventssonntag 2025 stand in der Gemeinde Göppingen ganz im Zeichen der Vorbereitung auf das nahe Weihnachtsfest.
Der Gottesdienst, den Priester Gerd Richter leitete, fand in der festlich geschmückten Kirche statt und wurde vom Chor wie auch von der Gemeinde durch adventliche Musik umrahmt. Im Mittelpunkt der Predigt stand Jesus Christus, der sich gemäß dem Bibeltext aus Offenbarung 22, 16 als der helle Morgenstern vorstellte. Der Chor bekräftigte zum Eingang des Gottesdienstes die Zukunftshoffnung der neuapostolischen Christen mit dem Lied „Jesus kommt, wie er verheißen“. Priester Richter verwies darauf, dass der Morgenstern kurz vor dem Beginn des neuen Tages am hellsten leuchte. So komme Christus bereits heute zu uns, auch wenn die äußeren Umstände noch der Dunkelheit entsprächen. Er zitierte das Sprichwort: „Glaube ist der Vogel, der singt, wenn die Nacht noch dunkel ist“. In uns stünde aber ebenfalls die Gewissheit der bevorstehenden Wiederkunft Christi. Wie Jesus auch beim ersten Mal anders erschienen ist, als von den Menschen erwartet, würde seine Wiederkunft ebenso jenseits aller menschlichen Vorstellungen liegen. Priester Heim verwies in seinem Predigtbeitrag darauf, dass die Botschaft Jesu immer zukunftsorientiert war. So fordere uns auch die Adventszeit am Beginn jeden Kirchenjahres dazu auf, nach vorne zu schauen. Priester Falkowski nahm Bezug auf das vor uns liegende Friedensreich, das bereits heute mehr und mehr Gestalt in uns gewinnen möge und rief dazu auf, mit der eigenen Situation und dem Nächsten seinen Frieden zu machen. Die allen Menschen zuteil gewordene Gnade Gottes war schließlich zentraler Gedanke der Vorbereitung auf das Heilige Abendmahl, das die Gemeinde im Anschluss gemeinsam feierte.
Nachdem der Gottesdienst mit dem Adventschoral „Wachet auf, ruft uns die Stimme“ ausgeklungen war, waren alle Gottesdienstteilnehmer traditionsgemäß noch zu einem weihnachtlichen Zusammensein in die Nebenräume der Kirche eingeladen. Es gab eine Auswahl an Heiß- und Kaltgetränken sowie verschiedene Würstchen mit Wecken oder Brezeln, die von fleißigen Händen bereitgestellt wurden. Außerdem wurden v.a. für die jüngeren Teilnehmer auch Waffeln und weihnachtliches Gebäck angeboten. Zuallererst diente diese Begegnung aber der Gemeinschaftspflege und dem gegenseitigen Austausch über die Generationen hinweg. Diese Gelegenheit zum Innehalten in der sonst oft wenig besinnlichen Vorweihnachtszeit wurde von vielen Gemeindemitgliedern gerne angenommen.