Ludwig-Uhland-Gymnasium feiert Weihnachtsgottesdienst in der Neuapostolischen Kirche Kirchheim.
Kirchheim. Am 19. Dezember 2025 feierte das Ludwig-Uhland-Gymnasium Kirchheim seinen Weihnachtsgottesdienst in der Neuapostolischen Kirche Kirchheim. Eingeladen waren alle 1.075 Schülerinnen und Schüler sowie die Lehrerinnen und Lehrer der Schule.
Am letzten Schultag des Kalenderjahres stellte sich für viele eigentlich nur eine Frage: liegen bleiben oder aufstehen? Überraschend viele entschieden sich fürs Aufstehen – und für Gemeinschaft. Bereits vor 8 Uhr füllte sich die festlich geschmückte und hell erleuchtete Kirche gegenüber der Schule mit erwartungsvollem Stimmengewirr.
Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte, Eltern und sogar einige Ehemalige waren gekommen. Man hatte Zeit, konnte ohne schulischen Druck Atem schöpfen, Gemeinschaft erleben und sehen, wie aus vielen Einzelbeiträgen ein stimmiges Ganzes wurde.
Unter dem Motto „Jesus stellt die Welt auf den Kopf“ griff der Gottesdienst große Themen auf, die erstaunlich aktuell wirkten: ungerechte Herrscher, falsch ausgeübte Macht und zerstörerische Machtkämpfe. Dem gegenüber stand die Figur Jesu, der nicht herrscht, sondern dient; der nicht zurückschlägt, sondern zuhört; der die Welt – zumindest im Kleinen – auf den Kopf stellt.
Diese Gedanken blieben nicht abstrakt. Aus den biblischen Bildern wurden alltagstaugliche Impulse: zuhören statt übertönen, teilen statt festhalten, freundlich sein statt Recht behalten wollen. Kleine Umkehrungen, die gerade über die Feiertage im persönlichen Umfeld Wirkung entfalten können.
Musikalisch und inhaltlich wurde der Gottesdienst von vielen getragen: Ein Blechbläser-Ensemble, die Gesangsklassen, ein Streichquartett, ein Lehrkräftechor sowie zahlreiche Schülerinnen und Schüler mit Wortbeiträgen gestalteten die Feier. Die sorgfältige Vorbereitung durch die Religions- und Musiklehrkräfte war dabei deutlich hör- und spürbar.
Eine besonders eindrucksvolle Geste bildete das Friedenslicht aus Bethlehem. In einer Feuerschale im vorderen Bereich der Kirche aufgestellt, wurde es nach dem Gottesdienst hinüber in die Schule getragen. Wer eine Kerze oder Laterne dabeihatte, konnte das Licht nach dem regulären Unterricht mit nach Hause nehmen – als leises Zeichen dafür, dass Frieden nicht dort endet, wo ein Gottesdienst aufhört, und als Einladung, mitzuhelfen, die Welt wenigstens ein kleines Stück wieder richtig herum zu drehen.