„Fürchte dich nicht; glaube nur!“ Dieses Wort Jesu aus dem Markusevangelium ist das Jahresmotto 2026 für alle neuapostolischen Christen weltweit. Es stand auch im Mittelpunkt des Jahresauftaktgottesdienstes am 4. Januar 2026 in Göppingen.
Der Chor leitete den Gottesdienst mit dem Lied „Anbetung will ich, Herr dir bringen!“ ein, an dessen Schluss die Bitte steht: „Will neu um deinen Segen beten, ganz deiner Hut befohlen sein“. Priester Gerd Richter, der den Gottesdienst durchführte, leitete daraus den Wunsch ab, dass wir auch im neuen Jahr immer wieder im Vertrauen vor unseren himmlischen Vater kommen mögen. Die Antwort Gottes sei dann, wie es der Prophet Jesaja zum Ausdruck brachte: „Fürchte dich nicht, ich bin mit dir!“ Damit war auch die Verbindung zum Tageswort hergestellt. Der Priester nahm Bezug auf ein eigenes Erleben im Fahrsicherheitstraining, wo es ihm zunächst nicht gelungen war, ein Hindernis zu umfahren. Erst als er den Blick nicht mehr ausschließlich auf das Hindernis fokussierte, habe er den Weg erkannt, wie dies gelingen konnte. So gelte es auch für uns, unseren Blick nicht ausschließlich auf die Schwierigkeiten auf unserem Weg zu richten, sondern auf Jesus, der uns immer wieder einen Ausweg aus allen Situationen zeigen könne. Dabei sei es aber wichtig, den Weg zu erkennen, den er uns weist. Wir trommeln manches mal mit der Faust gegen eine Tür in der Hoffnung, Gott werde sie uns endlich auftun und erkennen nicht, dass er ein kleines Stück weiter schon eine andere Tür für uns geöffnet hat.
Auch Diakon Dambauer und Priester Stede riefen in ihren Predigtbeiträgen dazu auf, sich von der Angst vor so manchem, was kommen könne, nicht lähmen zu lassen, da dies unsere eigene Wahrnehmung trüben und das Verhältnis zum Nächsten belasten könne. Vielmehr solle die aus dem Glauben kommende Gewissheit, dass Gott in seiner Allmacht und Liebe auf unserem Weg mit uns geht, uns Ruhe und Gelassenheit schenken und uns befähigen, auch das Gute im neuen Jahr zu sehen.
Nach dem Gottesdienst gab es in den Nebenräumen der Kirche noch die Möglichkeit, mit einem Glas Sekt oder alternativ einem alkoholfreien Getränk miteinander auf das neue Jahr anzustoßen. Zahlreiche Gottesdienstteilnehmer nutzten diese Gelegenheit, dabei möglichst vielen Gemeindemitgliedern persönliche Segenswünsche zum neuen Jahr auszusprechen.