Ein Jahr nach seinem letzten Besuch in der Gemeinde feierte Apostel Volker Keck am 22. Februar 2026 den Sonntagsgottesdienst in Göppingen zusammen mit den Gemeinden Adelberg, Eislingen, Süßen und Unteres Filstal. Ein besonderes Gepräge fand der Gottesdienst durch das diamantene Hochzeitsjubiläum von Bezirksevangelist i.R. Volker Kölle und seiner Frau Katharina.
Aus diesem Anlass waren auch die Amtsträger im Ruhestand des Kirchenbezirks eingeladen. Bezirksevangelist Kölle hatte in der Zeit seiner Amtstätigkeit in vielen Gemeinden der Umgebung als Vorsteher gewirkt, bevor er als stellvertretender Bezirksvorsteher im ganzen damaligen Bezirk Göppingen tätig wurde. Seine Frau hat ihn in all den Jahren seiner Amtstätigkeit vorbildlich unterstützt.
Der Apostel legte in seiner Predigt den ersten Schwerpunkt auf die Freude. Ausgehend vom Liedvortrag der Sänger, der mit Worten des Lobpreises und der Anbetung schloss, unterstrich er, wie schön es ist, mit einer solchen Haltung in einen Gottesdienst zu treten. Wir glauben nicht nur, dass Gott in der Vergangenheit Großes getan hat, sondern dass sich das auch in Gegenwart und Zukunft fortsetzt. Das Größte liege mit der Wiederkunft Christi noch vor uns. Freude liege an diesem Tag in der Begegnung mit Gott und dem Nächsten, in dem Festtag des Jubelpaares, aber auch im Ausblick auf den anstehenden Entschlafenensonntag, an dem Jesus Christus wieder für viele Seelen Heil bewirken werde. Freude liege auch in der Gewissheit des Wiedersehens in Gottes Herrlichkeit und darin, dass unsere Namen im Himmel angeschrieben sind.
Bezugnehmend auf den Kontext des Bibelwortes aus Johannes 5 zeigte Apostel Keck das Heilungswunder Jesu am Teich Bethesda auf. Er machte deutlich, dass die Heilung allein von Jesu kommt, wir alle aber durch unsere Fürbitten heilsbedürftige Seelen zu ihm begleiten können. Am Ende dieser Begebenheit steht die Aussage Jesu, die als Grundlage des Gottesdienstes diente: „Mein Vater wirkt bis auf den heutigen Tag, und ich wirke auch“ (Vers 17). Der Apostel zeigte das fortlaufende Wirken der Trinität Gottes auf: Jesus wirkte in Liebe, Demut und orientiert am Willen seines Vaters und ist auch heute noch Quelle des Lichtes und des Lebens. Der Vater wirkt durch seine Fürsorge und Nähe, er achtet auf seine Kirche, auf seine Kinder, aber auch auf die Schöpfung. Der Heilige Geist macht Wort und Gnade lebendig, wirkt in den Sakramenten und verweist auf das Wirken des Vaters und des Sohnes. Aus dem Wirken Gottes soll sich aber auch unser eigenes Wirken bestimmen, so schloss der Apostel seine Predigt: Es möge den Dienst für Gott und den Nächsten, die Nachfolge Jesu Christi und die Verkündigung des Evangeliums in Wort, Tat und Wesen beinhalten.
Bezirksvorsteher Heiko Stähle, der ebenfalls um einen Predigtbeitrag gebeten wurde, stellte die Frage an das Jubelpaar: „Was kommt jetzt noch?“. Trotz manchen Sorgen und körperlicher Beeinträchtigung sei es weiterhin der Segen Gottes, der uns alle begleitet und Gott gebe alles, was notwendig ist, um unseren Glauben bis zur Wiederkunft Christi zu erhalten. Keiner möge den Gottesdienst verlassen ohne die Gewissheit: Da ist einer, der ist für mich da, der aber auch an mir wirken und positive Veränderung schaffen möchte.
Überleitend zum Heiligen Abendmahl erwähnte Apostel Keck noch die Freude, die Im Himmel über die herrscht, die Buße tun. Anschließend erlebte die große Gemeinde gemeinsam die Sündenvergebung und das Heilige Abendmahl, ehe sich der Apostel nochmals besonders an das Jubelpaar wandte. Er dankte ihnen für ihr Wirken in der Mitte der Gemeinde sowie für ihre beispielhafte Liebe und Treue und gab ihnen zu ihrem Fest einen speziellen Bibeltext aus Psalm 55, 23 mit: “Wirf dein Anliegen auf den Herrn; der wird dich versorgen und wird den Gerechten in Ewigkeit nicht wanken lassen.“ Der Apostel unterstrich die vielfältigen Möglichkeiten göttlicher Versorgung und zeigte anhand weiterer Bibelübersetzungen noch zusätzliche Aspekte des Bibelwortes auf. Anschließend übermittelte er dem Jubelpaar einen besonderen Segen zu ihrem 60-jährigen
Ehejubiläum.
Nach dem Schlussvortrag der Sänger verabschiedeten sich viele Gottesdienstteilnehmer vom Apostel und übermittelten dem Jubelpaar ihre herzlichen Glückwünsche. Bei einem kleinen Stehempfang in den Nebenräumen der Kirche bestand abschließend noch die Möglichkeit, dieses besondere Fest gemeinsam ausklingen zu lassen.