Jugendliche begeistern mit "Ich glaube an den Vater"
Karfreitag – Jesus stirbt am Kreuz, die Jünger sind verzweifelt, es gibt keine Hoffnung mehr. Das Markusevangelium berichtet aber von einem Mann, der unter dem Kreuz stehend erkennt, dass Jesus der Sohn Gottes ist. Was wissen wir über diesen Menschen?
Gemeindevorsteher Achim Vatter begann den Gottesdienst am Karfreitag, den 29. März 2024 genau mit diesen Gedanken und las aus Markus 15, Vers 39 vor: "Der Hauptmann aber, der dabeistand, ihm gegenüber, und sah, dass er so verschied, sprach: Wahrlich, dieser Mensch ist Gottes Sohn gewesen!"
Anschließend fand eine Bibellesung statt mit den Worten aus Johannes 19, Verse 16-30: "Da überantwortete er ihnen Jesus, dass er gekreuzigt würde. Sie nahmen ihn aber, und er trug selber das Kreuz und ging hinaus zur Stätte, die da heißt Schädelstätte, auf Hebräisch Golgatha. Dort kreuzigten sie ihn und mit ihm zwei andere zu beiden Seiten, Jesus aber in der Mitte. Pilatus aber schrieb eine Aufschrift und setzte sie auf das Kreuz; und es war geschrieben: Jesus von Nazareth, der Juden König. Diese Aufschrift lasen viele Juden, denn die Stätte, wo Jesus gekreuzigt wurde, war nahe bei der Stadt. Und es war geschrieben in hebräischer, lateinischer und griechischer Sprache. Da sprachen die Hohenpriester der Juden zu Pilatus: Schreibe nicht: Der Juden König, sondern dass er gesagt hat: Ich bin der Juden König. Pilatus antwortete: Was ich geschrieben habe, das habe ich geschrieben. Die Soldaten aber, da sie Jesus gekreuzigt hatten, nahmen seine Kleider und machten vier Teile, für jeden Soldaten einen Teil, dazu auch den Rock. Der aber war ungenäht, von oben an gewebt in einem Stück. Da sprachen sie untereinander: Lasst uns den nicht zerteilen, sondern darum losen, wem er gehören soll. So sollte die Schrift erfüllt werden, die sagt: »Sie haben meine Kleider unter sich geteilt und haben über mein Gewand das Los geworfen.« Das taten die Soldaten. Es standen aber bei dem Kreuz Jesu seine Mutter und seiner Mutter Schwester, Maria, die Frau des Klopas, und Maria Magdalena. Als nun Jesus seine Mutter sah und bei ihr den Jünger, den er lieb hatte, spricht er zu seiner Mutter: Frau, siehe, das ist dein Sohn! Danach spricht er zu dem Jünger: Siehe, das ist deine Mutter! Und von der Stunde an nahm sie der Jünger zu sich. Danach, als Jesus wusste, dass schon alles vollbracht war, spricht er, damit die Schrift erfüllt würde: Mich dürstet. Da stand ein Gefäß voll Essig. Sie aber füllten einen Schwamm mit Essig und legten ihn um einen Ysop und hielten ihm den an den Mund. Da nun Jesus den Essig genommen hatte, sprach er: Es ist vollbracht. Und neigte das Haupt und verschied.[1] 31 Weil es aber Rüsttag war und die Leichname nicht am Kreuz".
Inspiriert vom vorgetragenen Lied des Gemeindechors: "Kennst du den Freund, dessen Liebe so groß, dass für die Sünder sein Blut er vergoss? Sein edles Leben so freudig verschmäht und selbst schon am Kreuz noch den Schächer erhöht", fragte der Gemeindevorsteher, "Kennst Du ihn - den Jesus? - Wir kennen Jesus Christus". Jesus wusste was auf ihn am Karfreitag zukam. Er hat diesen Weg auf sich genommen und ist nicht davongelaufen. Er hat mit seinem Vater gerungen; gebetet und alles Leid ertragen. Noch am Kreuz hat Jesus aus Sorge um seine Nächsten sich um diese gekümmert und dem reuigen Übeltäter, der neben ihm gekreuzigt wurde, noch Gnade geschenkt.
Viele Zeitgenossen haben jedoch, während Jesus am Kreuz gestorben ist, über ihn aufs Übelste gelästert.
Gemeindevorsteher Vatter ging in seinen weiteren Ausführungen auf den Freund im persönlichen Umfeld ein. "Hast du einen - bist du von ihm auch schon mal enttäuscht worden?". Priester F. Hubert berichtete in seinen ergänzenden Ausführungen von seinem Freund, der weit weg wohnt und zu dem er trotzdem eine enge Verbindung hat. "Wie schön ist es einen Freund zu haben !" Die Freundschaft muss jedoch gepflegt werden.
"Wie sieht es mit deiner persönlichen Freundschaft zu Jesus aus? Frag dich das jeden Tag". Mit diesen Gedanken feierten die Gläubigen an diesem Karfreitag das heilige Abendmahl.
Der Gottesdienst wurde umrahmt vom Gemeindechor, der Orgel und am Schluss des Gottesdienstes trugen Jugendliche begeisternd das Lied vor: "Ich glaube an den Vater".