Zum zweiten Adventssonntag 2023 besuchte der in diesem Jahr neu ernannte Bischof Volker Keck erstmals die Regionalgruppe Hohenstaufen und feierte einen Gottesdienst in der Kirche in Göppingen.
Musikalisch umrahmt wurde der festliche Gottesdienst abwechselnd durch Vorträge des Gemischten Chores, der sich aus Sängern der eingeladenen Gemeinden zusammensetzte, der Instrumentalgruppe der Gemeinde Adelberg sowie des Bläserensembles der Gemeinde Göppingen.
In seinen einleitenden Worten rief Bischof Keck dazu auf, dass die Adventszeit nicht abwartend, sondern in aktiver Erwartung verbracht werden möge. Gerade, wenn der irdische Advent von Hektik und Stress geprägt sei, gelte es im geistlichen Advent in der Rückbesinnung auf das Evangelium Jesu Freudenboten und Friedensstifter zu sein.
Anschließend nahm der Bischof Bezug auf den dem Gottesdienst zugrundeliegenden Bibeltext aus Johannes 1,5: „Und das Licht scheint in der Finsternis, und die Finsternis hat’s nicht ergriffen.“ In Jesus Christus sei Gott als Licht auf diese Welt gekommen, damit durch ihn die Menschen wieder zu Gott kommen können. Wie niemand das Licht der Sonne auslöschen könne, sei auch das Licht aus Jesus Christus immer noch präsent. Der Mensch könne sich aber seiner Wirkung entziehen. Unsere Aufgabe sei es, das Licht Jesu Christ in einem Zustand allgemeiner Gottesferne auszustrahlen. Dazu dürfe aber die eigene Beziehung zu ihm nicht nur eine Fernbeziehung sein. Wer dieses Licht in sein Leben lasse, dürfe erleben, wie es Sicherheit, Orientierung und Wärme gibt. Abschließend ermunterte der Bischof, die Lichter zu bündeln, wie es in alter Zeit in den Gottesdiensten der Fall war, als jeder der Gläubigen ein Licht mitbrachte.
Bezirksältester Joachim Raff und Bezirksevangelist Ralph Mattes unterstrichen in ihren Predigtbeiträgen die Gedanken des Bischofs. Licht mache uns schon im täglichen Leben erst handlungsfähig. Es sei eine Adventstradition, in dessen Verlauf immer mehr Lichter zum Brennen zu bringen. Dabei mögen wir unser Licht auch mit dem Nächsten teilen und dazu beitragen, auch seinen Weg zu erhellen.
Anschließend an die Predigt erfolgten die Sündenvergebung und das Heilige Abendmahl, ehe der Gottesdienst mit Gebet und Schlusssegen ausklang.
Da es in der Gemeinde Göppingen Tradition ist, sich anschließend an den 2. Adventsgottesdienst zu einer Adventsfeier in den Nebenräumen der Kirche zu versammeln, wurden dazu dieses Jahr alle Gottesdienstteilnehmer eingeladen. Für das leibliche Wohl war reichlich gesorgt, sowohl Herzhaftes wie auch Süßes begleitet von entsprechenden Getränken wurde gerne angenommen. Bischof Keck mischte sich dabei freudig unter die Gottesdienstteilnehmer und führte mit vielen von ihnen noch Gespräche.