Ich bin hier, Herr.
Am Mittwoch, den 5. Juni 2024, besuchte Apostel Hans-Jürgen Bauer zum letzten Mal in seiner aktiven Dienstzeit die Gemeinde Göppingen und feierte dort Gottesdienst. Dazu waren auch die Regionalgruppe Hohenstaufen sowie die Gemeinden Schlierbach, Unteres Filstal und Voralb eingeladen.
Umrahmt wurde der Gottesdienst von einem gemischten Chor, der sich aus Sängern der eingeladenen Gemeinden zusammensetzte. Dieser trug eingangs das Lied „Ich, der Herr von Erd‘ und All“ vor, in dessen Refrain es heißt: „Ich bin hier, Herr.“ Apostel Bauer griff diesen Gedanken zu Beginn seiner Predigt auf und führte aus, dass – wenn diese Aussage aus ehrlichem Herzen kommt – der liebe Gott uns darauf gleicherweise antwortet: „Auch ich bin hier; ich bin da für dich!“ Mit Bezug auf eine Buswerbung, die er unterwegs gesehen hatte, setzte er hinzu: „Verlass dich drauf!“
Überleitend zum Bibeltext, der Bitte aus dem Unser Vater-Gebet „Dein Wille geschehe“ (Matthäus 6, aus 10), zeigte der Apostel auf, dass der allmächtige Gott im Himmel und auf Erden das tun kann, was er will. Als Beispiele für den Willen Gottes verwies er darauf, dass Gott allen Menschen Heil schenken und nach der Wiederkunft Jesu mit seiner Gemeinde ewige Gemeinschaft haben möchte. Er will aber auch, dass wir an Jesus Christus glauben, ihm vertrauen und das Doppelgebot der Liebe erfüllen.
Es genüge nicht, dies alles zu wissen. Es gelte vielmehr, damit einverstanden zu sein, Gottes Willen zu seinem eigenen zu machen und letztendlich danach zu handeln. Wo man sich am Willen Gottes orientiere, liege darin für uns selbst die Lösung unserer Probleme. In der Gemeinde bewirke diese gemeinsame Orientierung zudem ein stetiges Zusammenwachsen.
Der Bezirksvorsteher, Hirte Stähle, griff in seinem Predigtbeitrag nochmals das Beispiel des Busses auf, den auch er gesehen hatte. Es habe ihn nachdenklich gemacht, dass der Bus mit dem Slogan „Verlass dich drauf“, nicht besetzt war. Er rief deshalb die Gläubigen dazu auf, nicht auszusteigen oder wieder einzusteigen. Grundvoraussetzung dafür sei aber wie bei Petrus, dass wir die Frage: „Hast du mich lieb?“ bejahen können.
Bezirksevangelist Mattes verwies anschließend darauf, dass die Worte „Dein Wille geschehe“ wohl in jedem Gottesdienst gesagt, aber nicht immer von Herzen gebetet werden. Zum Umsetzen des göttlichen Willens gehöre auch, zu handeln, bis Jesus wiederkommt und ihm und dem Nächsten mit Freuden zu dienen.
Nach der gemeinsamen Abendmahlsfeier, nach Schlussgebet und Segen klang der Gottesdienst mit dem Liedvortrag „Jauchzet Gott, alle Welt“ kraftvoll aus. Gerne nahm Apostel Bauer sich noch die Zeit, sich von den Gottesdienstteilnehmern persönlich zu verabschieden und wünschte ihnen für die Zukunft Gottes Segen und alles Gute.