Am Sonntag, 04. August 2024 besuchte Bischof Jürgen Gründemann die Kirchengemeinde Kirchheim. Dazu war der frühere Kirchenbezirk Kirchheim eingeladen.
Als Grundlage für den Gottesdienst diente das Bibelwort aus Jakobus 1, Vers 17 „Alle gute Gabe und alle vollkommene Gabe kommt von oben herab, von dem Vater des Lichts, bei dem keine Veränderung ist noch Wechsel von Licht und Finsternis.
Der Chor trug danach das Lied „Heilig, heilig, heilig“ vor. Darauf ging der Bischof zu Beginn seiner Predigt ein, dass jeder diese Heiligkeit heute Morgen erleben darf. Dass wir Ihn, einzig und allein Ihn am Morgen wahrnehmen und erleben dürfen. Er „Gott“ der nie begonnen und ewig war, er beschäftigt sich mit jedem einzelnen von uns. Wer weiß es, wie es im Herzen jedes einzelnen aussieht, nur er, unser Gott.
Unser Bischof hat auch noch einen Rückblick auf die vergangenen Gottesdienste gehalten, letzten Sonntag mit dem Stammapostel in Memmingen und am Mittwoch der Bezirksapostel in Göppingen. Er hat nochmals das Wort vom vergangenen Sonntag in Erinnerung gerufen, „einer trage des anderen Last, dann werdet ihr das Gesetz Christi erfüllen“. Was haben wir daraus gemacht? Ist der Alltag wieder eingekehrt?
Der Bischof gab den Rat mit, den Jakobus durchzulesen. Er führte aus, hat unser Glaube auch Werke, ansonsten wäre er tot. Es ist eine Aufgabe an jedes einzelne, entsprechend zu handeln.
Auf das heutige Bibelwort eingehend sagte der Bischof, dass diese gute und vollkommene Gabe von oben kommt und Gott zwingt sie niemanden auf. Wir haben aber die Möglichkeit, darum zu bitten und er schenkt uns die vollkommene Gabe. Das Wort ist z. B. eine vollkommene Gabe, die er uns schenkt. Nehmen wir das Wort auf, umzusetzen in die Tat, Taten daraus folgen zu lassen. Wie war es damals als Jesus mit ihnen redete und predigte. Er predigte anders als die Schriftgelehrten. Was hat es ausgelöst? Haben wir die Gabe es zu erkennen. Er will uns erlösen und befreien. Spüren wir dieses? Wir dürfen immer wieder Abendmahl feiern, spüren wir die Erlösung und Befreiung? Wollen wir uns verändern, dann müssen wir uns zurücknehmen, dass Christus in uns immer größer wird. Er, Christus ist, der in Treue und Beständigkeit zu jedem steht, auch wenn wir einmal in die Situation kommen, wenn wir untreu sind, ist er treu zu jedem einzelnen.
In einem weiteren Predigtbeitrag ging der stellv. Bezirksvorsteher, Hirte Kienle darauf ein, Gott hat uns lieb, er hat dich auch morgen lieb. Er drängt sich nicht auf, er bietet seine Liebe an. Es ist aber klug seine Liebe anzunehmen, wenn wir ihm dann auch folgen und leiten lassen. Haben wir mehr Gottvertrauen auf Gottes Hilfe. Wir sollen Friedensstifter sein, gehen wir auch auf die anderen zu. Wenn wir Friedenstifter sein wollen, gehören drei Dinge dazu: Demut, Sanftmut und Geduld.
Danach rief der Bischof noch den Vorsteher der Gemeinde Unteres Filstal, Priester Stähle an den Altar. Er führte aus, dass es nicht möglich ist, alle Gaben aus Gott zu beschreiben oder aufzuführen. Eine Gabe, die von Gott kommt und in Gott liegt und er uns allen geschenkt hat: die Liebe. Im ersten Johannes Brief heißt es: und wir habe geglaubt und erkannt, Gott ist die Liebe und wer in der Liebe bleibt, der bleibt in Gott und Gott in ihm. Der besondere Ausdruck der Liebe durch Gott liegt darin, dass Gott Mensch geworden ist, in dem er seinen Sohn Jesus Christus gesandt hat. Jesus hat aus Liebe sein Opfer vollbracht. Zum Abschluss führte er noch das Doppelgebot der Liebe an: liebe Gott von ganzem Herzen und Deinen nächsten wie dich selbst.
Nach dem Heiligen Abendmahl beendete der Bischof den Gottesdienst mit dem Schlussgebet und Segen. Der Chor, der den Gottesdienst musikalisch begleitete, beendete den Gottesdienst mit dem Lied „Wo ich auch geh und stehe im Treiben dieser Welt, zieht mich es hinauf zur Höhe zum ewigen Himmelszelt“.