Am Sonntag, 23. Februar 2025, diente Apostel Volker Keck in Göppingen. Im Rahmen dieses Gottesdienstes wurden die Gemeinden Göppingen und Maitis zusammengelegt. Zu diesem besonderen Anlass waren auch die Regionalgruppe Göppingen sowie die Gemeinde Voralb eingeladen.
Zu Beginn des Gottesdienstes hieß der Apostel alle Gottesdienstteilnehmer, besonders die Gläubigen aus Maitis, willkommen. Es sei nachvollziehbar, dass Wehmut im Herzen stehe, wenn man eine gewohnte Umgebung aufgeben müsse. Es sei aber die Aufgabe des Heiligen Geistes, unseren Blick immer nach vorne zu richten, insbesondere auf das Wiederkommen Jesu Christi. Als Grußwort für die neu entstandene Gemeinde gab der Apostel den Gemeindemitgliedern das Bibelwort aus Philipper 2, 2-5 mit, in dem das Leben in der Gemeinschaft mit Christus beschrieben ist und das die Aufforderung enthält, nicht nur auf den eigenen Vorteil zu achten, sondern darauf, was der Gemeinschaft dient.
Als biblische Grundlage der Predigt diente der Text aus Psalm 100,2: „Dienet dem Herrn mit Freuden, kommt vor sein Angesicht mit Frohlocken!“ Großes Vorbild darin sei Jesus Christus gewesen, der sich nicht bedienen ließ, sondern den Menschen dienen wollte, führte der Apostel aus. Der Gottessohn tat dies in Liebe, mit Demut und in der Verbindung zu seinem Vater. Gott hat auch uns gerufen, um ihm zu dienen, ihn anzubeten und Jesus nachzufolgen, indem wir alle dort, wo Gott uns hingestellt hat, das Evangelium verkündigen und dem Nächsten Gutes tun. Die Freude zum Dienen komme aus dem Bewusstsein, dass Gott jeden einzelnen von uns liebt, dass er unsere Namen im Himmel angeschrieben und uns erlöst hat und dass er uns als Werkzeug gebrauchen kann. In der Gemeinde sei es dann schön, wenn viele mithelfen. Auch im Hinblick auf den kommenden Entschlafenensonntag gelte es, durch unsere Fürbitten an diesem Dienst mitzuhelfen und sich damit auch auf die Aufgaben im tausendjährigen Friedensreich vorzubereiten.
Evangelist Kölle, der Vorsteher der zusammengeführten Gemeinden, nutzte seinen Predigtbeitrag zunächst ebenfalls, um die Glaubensgeschwister aus Maitis in Göppingen willkommen zu heißen. Bezugnehmend auf den Ausspruch „Wo wir sind, da ist vorne“ rief er dazu auf, vorne mit dabei zu sein, wenn es gelte, dem Herrn zu dienen, Gutes zu tun und in der Fürbitte tätig zu sein. In diesem Fall sei dieser Spruch kein Ausdruck von Arroganz, sondern der inneren Überzeugung sowie des Glaubens und der Zukunftshoffnung, die in uns stünden.
Der Bezirksvorsteher, Hirte Stähle, wies darauf hin, dass die Maitiser von den Göppingern bereits abgeholt worden seien, da letztere auch am Entwidmungsgottesdienst am zurückliegenden Mittwoch teilgenommen hatten. Es sei schön, wenn man sich auch im Gottesdienst von der Liebe Gottes abgeholt fühlen könne, auch, wenn man sich einmal an einem Ort der Gottesferne befinde. Als ersten Schritt zurück zur Freude nannte er die Notwendigkeit, sein Herz nicht zu verhärten, sondern es der Liebe Gottes zu öffnen.
Freude herrsche auch im Himmel, wenn ein Sünder Buße tut. Mit diesen Worten leitete Apostel Keck über zur Sündenvergebung und Opfergebet. Anschließend gab es einen weiteren freudigen Höhepunkt im Gottesdienst, als drei Kleinkinder aus Göppingen, Süßen und dem Unteren Filstal die Gabe des Heiligen Geistes empfingen.
Nach der gemeinsamen Feier des Heiligen Abendmahls, bat der Apostel alle Amtsträger der vereinigten Gemeinden an den Altar. Zunächst dankte er dem bisherigen Gemeindevorsteher von Maitis, Priester Gerd Richter, für die jahrelange segensreiche Erfüllung dieses Auftrags. Anschließend erfolgte seine Ernennung als neuer stellvertretender Gemeindevorsteher für die Gemeinde Göppingen. Zum Abschluss sprach der Apostel jedem Amtsträger von Göppingen und Maitis per Händedruck den Dank für die bisher geleistete Arbeit aus und wünschte für die zukünftige gemeinsame Arbeit in der größer gewordenen Gemeinde alles Gute.
Nach dem Schlussgebet verabschiedete sich Apostel Keck mit dem Wunsch, dass die „Freudenberge“ in der kommenden Zeit höher seien als die „Sorgenberge“. Mit dem Schlusslied „Jesus kommt“ des Göppinger Gemeindechores, der den Gottesdienst in feierlicher Weise musikalisch umrahmt hatte, ging dieser besondere Gottesdienst zu Ende. Anschließend bestand für die neu formierte Gemeinde in den Nebenräumen der Kirche noch die Möglichkeit, sich bei einem kleinen Umtrunk noch näher kennenzulernen.