In festlichem Rahmen und einer gut besetzten Kirche fand im Rahmen des Sonntagsgottesdienstes am 13. Juli 2025 in der Kirche in Göppingen die Segensspendung zur Silberhochzeit des Ehepaars Birgit und Klaus Lison statt.
Einleitend sang der Chor mit Klavierbegleitung das Lied: „Leite uns, Herr“. Auf die darin enthaltenen Aussagen: „Du bist ein Gott dem man trauen bzw. den man lieben kann“, ging der Dienstleiter, Gemeindevorsteher Ralph Kölle, zu Beginn seiner Predigt ein. Vertrauen und Liebe gehörten zusammen und bedingten einander wechselseitig, womit er bereits den Bezug zum Ehejubiläum herstellte.
Im Mittelpunkt der Predigt stand das gegenwärtige Reich Gottes, das gemäß dem Bibeltext aus Lukas 17, 20.21 sich nicht in äußeren Zeichen offenbart, sondern in uns und unter uns entstehen soll. Die entscheidende Frage sei nicht, wann das zukünftige Reich Gottes kommt, sondern wie es heute schon durch uns sichtbar werden kann. Es gelte dafür, Interesse an dem zu haben, was der liebe Gott uns zu sagen hat, denn auch er habe Interesse daran, dass sein Reich in uns wächst und sich vollendet. Das Silberpaar habe das Evangelium immer ein Stück weit in ihrer Ehe präsent gehabt und damit das Reich Gottes in ihr Ehe- und Familienleben hereingeholt. Evangelist Kölle schloss mit den Worten: „Gott interessiert sich für dich, er hat dich lieb und möchte dir Gutes tun. Lass es zu!“
Zwei weitere Priester der Gemeinde wurden noch zu einem Predigtbeitrag gebeten und nahmen in ihren Ausführungen auch Bezug auf die besondere Segenshandlung an diesem Tag. Priester Stede verwies darauf, dass die Zeitgenossen Jesu von ihm großartige Veränderungen eingefordert haben und sich von ihm abwandten, als diese nicht in der gewünschten Form eintraten. Vielleicht seien unsere Erwartungshaltungen in Bezug auf das Reich Gottes auch dahingehend, was Gott in unserem Leben alles ändern solle. Jesus habe aber deutlich gemacht, dass die Veränderung zunächst im eigenen Herzen beginnen müsse. Dazu gehöre auch, dass man den Anderen so annimmt, wie ihn Gott gemacht hat, seine Gaben wertschätzt und sich gegenseitig ergänzt, wie es das Silberpaar bis heute vorgelebt hat. Priester Kästner griff den Chorbeitrag „Willst du geliebet sein, liebe zuerst“ auf. Wie uns das Gleichnis Jesu vom Senfkorn lehre, seien dazu nicht immer die großen Gesten notwendig, sondern einfach das Bemühen, das Evangelium im täglichen Leben immer mehr sichtbar zu machen. Trotz manchem Rückgang werde das Reich Gottes nicht untergehen, da es seine Sache ist. Ein Ehejubiläum sei für uns alle immer Anlass zum dankbaren Rückblick Gott und dem Nächsten gegenüber, aber auch Gelegenheit, sich vorzunehmen, das Reich Gottes im Miteinander noch mehr zu leben.
Nach der gemeinsamen Feier des Heiligen Abendmahls bat der Vorsteher das Jubelpaar an den Altar, was mit dem Liedvortrag „Jesus, bleib in meinem Leben Weggefährte, bester Freund“ eingeleitet wurde. In seiner Ansprache an die beiden dankte er für die engagierte und aktive Mitarbeit in der Kirchengemeinde. Unter anderem verwies er ebenfalls darauf, dass es ein schönes Zeichen sei, wenn man so zusammengewachsen ist, dass man sich auch schon ohne Worte versteht. Dann trug er vor, was ihm das Silberpaar auf die Frage geantwortet hatte, was sie aneinander schätzen würden und unterstrich, dass die wechselseitige Wertschätzung, die in den Antworten zum Ausdruck kam und das Interesse, die unterschiedlichen Begabungen gemeinsam zum Wohle aller einzusetzen, die Basis für den gesegneten Verlauf der Ehe gewesen sei. Anschließend übermittelte er den beiden neu den göttlichen Segen für den weiteren gemeinsamen Weg.
Nach dem Gebet und Schlusssegen sowie dem vom Chor vorgetragenen irischen Segenswunsch hatten die Gottesdienstteilnehmer noch Gelegenheit, dem Silberpaar persönlich ihre Glückwünsche auszusprechen, ehe man sich in den Nebenräumen der Kirche zu einem kleinen Umtrunk mit Imbiss zusammenfand.