… Gott war da!
Unter diesem Gedanken begann der vereinte Chor der Regionalgruppe Hohenstaufen den Gottesdienst am 27.07.2025 mit dem Lied „Singt ein Lied von Gott!“ und betonte immer wieder: Gott ist da! Bereits einige Tage zuvor sahen die Wetterprognosen nicht gut aus und am frühen Sonntagmorgen musste berechtigt die Entscheidung getroffen werden, den Gottesdienst von der Klosterwiese in die Kirche der Neuapostolischen Gemeinde Adelberg zu verlegen.
Der stellvertretende Bezirksvorsteher, Hirte Wolfgang Kienle, sprach die Enttäuschung auf die Situation an und betonte nochmals, dass Gott in jeder Situation mit uns ist. Er legte dem Gottesdienst ein Bibelwort aus Johannes 3, 36 zugrunde: „Wer an den Sohn glaubt, der hat das ewige Leben. Wer aber dem Sohn nicht gehorsam ist, der wird das Leben nicht sehen, sondern der Zorn Gottes bleibt über ihm.“
Hirte Kienle griff zuerst den Schlusssatz des Textwortes auf und beruhigte: der erwähnte Zorn Gottes ist ein Ausblick auf das Jüngste Gericht, an dem wir gar nicht teilnehmen wollen. Unser Gott ist ein Gott der Liebe und „Furcht ist nicht in der Liebe“ (1. Joh. 4, 18). Unser Ansinnen soll sein, Jesus zu vertrauen, ihn zu lieben, ihm nachzufolgen und so zum ewigen Leben zu kommen. Während Gehorsam heute oft ein Reizwort ist, sollen wir Gott gehorsam sein in Demut und Gottvertrauen. Dabei stellt sich uns die Frage: was will Gott? Wo gehen unser eigener und Gottes Wille auseinander? Indem wir uns an Jesus ausrichten können wir immer mehr das Wesen Jesu verkörpern.
Evangelist Ralph Kölle, Vorsteher der Gemeinde Göppingen, betonte, dass wir umkehren müssen, wenn wir uns von Gott entfernt haben. Er verdeutlichte dies am Bild einer Schnecke, die einen steinigen Weg überquert: „Was erwartet sie von der anderen Seite? Dass das Gras dort grüner ist?“ Auch er betonte, dass das Textwort kein Drohwort ist, sondern dass wir darin die Liebe Gottes verspüren können. Gott lässt sich vom Suchenden finden.
Der Gemeindevorsteher der Gemeinde Süssen, Evangelist Frank Wysotzki, griff das Schlusswort des zuvor gesungenen Chorliedes auf: Halleluja! Wir dürfen für die Zusammenkunft dankbar sein und sollen nicht enttäuscht sein über die Fügung Gottes. Trotz Unverständnis über manche Wege, die Gott uns leitet, sollen wir uns bemühen, seinen Willen zu erkennen. Den Begriff Gehorsam verdeutlichte er am Beispiel von Eltern, die ihrem Kind nahebringen wollen: sei vorsichtig!
Priester Samuel Feller, Vorsteher der Gemeinde Adelberg, rief dazu auf, Gott unser Herz zu schenken. Entscheidend ist, wo „Gott da ist“ – im Grünen oder in der Kirche – da soll auch unser Herz sein. Unser Ziel ist die ewige Gemeinschaft mit Gott. Er ist Wahrheit und er hilft uns unseren Glauben an ihn zu stärken.
Nach dem Gottesdienst hatte das Wetter aufgeklart und alle Gottesdienstteilnehmer waren bei Sonnenschein zu einem Umtrunk eingeladen.