Gut gelaunt und voller Vorfreude warten 42 Reiseteilnehmer auf Ottmar und seinen bunten Reisebus. Schnell ist das Gepäck verladen und die gewünschten Plätze eingenommen und schon gehts kurz nach 7:00 Uhr los. Über Ulm, Füssen, Fernpass erreichen wir Reschenpass- und See. Mehr oder weniger Regen begleitet uns über die ganze Fahrt, sodass wir unser Vesper bei der Pause am Reschensee im Bus einnehmen. Heidrun und Ute bringen uns kurzerhand LKW´s und Getränke an unsere Plätze, eine geniale Lösung! Einige „Wasserdichte“ genießen die frisch gewaschene Luft am Reschensee. Weiter geht die Fahrt durchs Etschtal über Meran und Bozen nach Natz/Schabs. Das wunderschöne, weltweit einzige Mineralienhotel Natznerhof, umgeben von Apfelplantagen, ist für die nächsten 5 Tage unser Zuhause und hält mit seinem Ambiente manch unerwartete Überraschung für uns bereit. Während unserem vorzüglichen Abendessen verabschiedet sich der Regentag mit ein paar Sonnenstrahlen und einem stimmungsvollen Abendrot .
Das Frühstücksbuffet lässt keine Wünsche offen! Und so treffen wir gut erholt und gestärkt am Bus ein und freuen uns auf den ersten Ausflug in Südtirol. Petrus meint es gut mit uns! Überwiegend blauer Himmel – im Tal hängen noch Restwolken und in der Ferne grüßen die schneebedeckten Berge! Ziel ist der kleine Wallfahrtsort Kasern mit seiner Heilig-Geist-Kirche am Talschluß des Ahrntals. Zunächst genießen wir die Fahrt durch´s Pustertal und zweigen in Bruneck ab ins Tauferer Tal, vorbei am Ort Sand mit der Burg Taufers , an dessen Ende das Ahrntal beginnt.
Es ist eines der schönsten Täler Südtirols mit seinen vielen 3000ern und ein Paradies für Wanderer, Bergsteiger und Skifahrer. Der kleine Ort Kasern mit weniger als 100 Einwohnern ist das nördlichste Dorf Südtirols und liegt auf 1580 m Höhe. Vom kleinen Parkplatz außerhalb des Ortes wandern wir entlang blühender Wiesen zum idyllisch an einem Bächlein gelegenen Heilig-Geist-Kirchlein. Seine Geschichte geht ins 8. Jahrhundert zurück und ist für die Talbewohner ein wichtiger spiritueller Ort, wie wir von Ottmar aus seinen Erzählungen erfahren. Ein Kleinod stellt ein Kruzifix mit Einschusslöchern dar, um das sich eine mysteriöse Geschichte rankt.
Mit einem Lied, gesungen in der Kapelle, erfreuen wir etliche Besucher – und natürlich auch uns selbst. Verschiedene Wege führen uns zurück zum Bus, wo Ottmar mit einer leckeren Brotzeit sowie Kaffee und Kuchen auf uns wartet. Am Nachmittag haben wir noch Zeit für einen Spaziergang in Bruneck, der Hauptstadt des Pustertals mit ca. 17000 Einwohnern, bevor wir den Abend in unserem schönen Hotel genießen können.
Ottmar möchte heute mit uns die schöne Klosteranlage Maria Weissenstein auf dem Petersberg besuchen. Routiniert steuert er den Bus über die vielen Serpentinen und Kurven auf 1520 m Höhe hinauf. Mächtig erhebt sich die Basilika als barocker Prachtbau, dessen Ursprung auf eine 1553 errichtete Kapelle zurück geht. Das imposante Kloster wurde erst später hinzugefügt und 1885 geweiht. Staunend absolvieren wir unseren Rundgang und lassen auf der Terrasse vor der Basilika den Blick über die Landschaft schweifen. Weiter setzen wir unsere Fahrt zum sagenumwobenen Karersee fort, in dem einer Meerjungfrau vor langer Zeit das Kunststück gelang, einen Regenbogen zu sich ins Wasser zu ziehen. Dieser ist im See zerflossen, wodurch man noch heute ein wunder-bares Farbenspiel und die Spiegelung der schroffen Felsen des Latemargebirges bewundern kann. Den Spaziergang auf der Elisabeth-Promenade um den See mit seinen vielseitigen Blickwinkeln zum Staunen, Innehalten und Bewundern haben alle genossen.
Bei dem gastronomischen Angebot mit Südtiroler Spezialitäten können wir uns vor der Weiterfahrt nach Kastelruth stärken. Wir fahren nun am Rosengarten (leider ohne Alpenglühen) vorbei über den 1690 m hohen Nigerpass. Unterhalb der größten Hochalm Europas - der Seiseralm - befindet sich die italienische Marktgemeinde Kastelruth mit ihren 7000 Einwohnern, bekannt auch durch die Musikgruppe der Kastelruther Spatzen.
Hier haben wir Zeit, durch die Gassen zu schlendern, die Kirche St. Peter und Paul zu besuchen oder ein Eis zu essen und im „Spatzenladen“ zu stöbern und einzukaufen.
Jetzt fahren wir zurück zum Hotel, machen uns frisch und treffen uns zum Abendessen wieder.
Danach erwartet der Juniorchef als Weinsommelier einige von uns zu einer einmalig interessanten Weinprobe und vermittelt uns sein Wissen und seine Begeisterung für den Rebensaft. Auch sein Vater, der Küchenchef, verwöhnt uns mit Südtiroler Speck, Käse und Brot sowie manchen Anekdoten und witzigen Beiträgen.
Auch die obligatorische Tischrunde ließ den Tag in Harmonie ausklingen.
Gespannt und voller Vorfreude finden sich alle am Bus ein. Wie jeden Morgen begrüßt uns unser Reiseleiter Klaus und stellt mit ein paar Daten und Fakten das Tagesprogramm vor. Bei traumhaftem Wetter starten wir mit Ottmar zur Dolomitenrundfahrt. Los gehts wieder durch das schon vertraute Pustertal an Bruneck vorbei bis Toblach. Dort zweigen wir ab Richtung Cortina d´Ampezzo und machen Halt am Soldatenfriedhof Nasswand. Der Besuch macht uns alle betroffen angesichts der Unsinnigkeit jeglicher Kriegshandlungen. Vorbei an Toblacher und Dürrensee erreichen wir den Nationalpark „Drei Zinnen“ mit herrlichem Blick auf die imposante Bergformation. Wir genießen den Aufenthalt am Misurinasee bei angenehmen Temperaturen mit strahlendem Sonnenschein. Hier könnten wir noch eine Weile bleiben, jedoch müssen wir weiter Richtung Cortina, dem Austragungsort der diesjährigen Olympischen Winterspiele. Wir setzen unsere Fahrt auf der 1909 eröffneten und 109 km langen Dolomitenstraße mit herrlichem Panorama, unzähligen Fotomotiven und Ausblicken auf Monte Cristallo, Tofana und Tre Croce fort. Inmitten der grandiosen Bergwelt am Falzaregopass haben wir unsere Mittagspause mit „Dreigangmenü“ sowie Kaffee und Kuchen.
Satt, zufrieden und erwartungsvoll fahren wir weiter. Von weitem schon sehen wir eine Bergstation auf einer steilen Felsenwand, dem Lagazuoi. Ottmar verkündet durch den Lautsprecher, dass er da schon immer mal hoch wollte. Und als besonderes Schmankerl lädt er uns alle zur Berg- und Talfahrt ein! Welch ein Erlebnis, dort oben bei diesem Wetter und mit grandioser Rundumsicht!!
-DANKE Ottmar -
Nach diesem Highlight des Tages, das eh nicht mehr zu toppen ist, begeben wir uns durch das Gadertal zurück ins Hotel. Ottmar hat uns souverän über alle Pässe, Höhen und Tiefen gegondelt!
Man merkt einfach, dass er liebt, was er tut.
Nach dem Abendessen hat uns Herr Klement, der Chef des Hauses, eine Führung durch sein Mineralienmuseum angeboten, welche wir gerne angenommen haben. Durch Film- und Vortrag eröffnet sich für uns eine neue und interessante Reise durch die Welt der Fossilien und Mineralien. Wirklich sehenswert! Nach einem ereignisreichen Tag fallen wir müde und glücklich in unsere Betten.
Sonntag ist´s, in allen Gassen hört man hell der Glocken Klang… Getreu diesem altbekannten Liedvers starten wir frohgemut zum Gottesdienst nach Bozen, wo wir mit der Übertragung des Stammapostelgottesdienstes aus der Schweiz überrascht werden. - Welch ein Erleben ! -
Das Textwort Phil. 4 Vers 4 „Freuet euch in dem Herrn allewege“ praktizieren und beherzigen wir ja schon die ganzen letzten Tage... Bis uns Ottmar mit dem Bus abholt, haben wir noch Zeit zum Austausch und um die Freude zu verarbeiten.
Wie gehts weiter? Stadtspaziergang in Bozen oder Fahrt auf den 1220 m hoch gelegenen Ritten? Schnell haben wir uns für den Biergarten in Klobenstein auf dem Hochplateau Ritten/Oberbozen
entschieden. Im Schatten alter Bäume geniessen wir Speisen und Getränke, ehe wir uns zu den berühmten Erdpyramiden aufmachen. Über unzählige Serpentinen fährt uns Ottmar wieder ins Tal und weiter entlang der Südtiroler Weinstrasse über Eppan zum Kalterer See. Hier haben wir ein wenig Zeit zum Bummeln, bevor uns Ottmar am Bus mit Sekt (weils Sonntag ist) sowie Kaffee und Kuchen empfängt. Über Tramin und Bozen fahren wir zurück zum Hotel und geniessen unseren letzten Abend der Reise.
Nach dem Frühstück nehmen wir Abschied von unserem schönen Hotel und von Südtirol.
Doch halt, zunächst haben wir noch Gelegenheit zum Einkauf von Südtiroler Spezialitäten in
einer vom Küchenchef empfohlenen Metzgerei im Nachbardorf. Danach bleibt noch etwas Zeit,
um in Brixen, der ältesten Stadt Tirols mit seinen rund 23000 Einwohnern, durch die schönen Gassen zu laufen, über den Markt zu schlendern und den Dom aus der Barockzeit mit seiner prunkvollen Marmorausstattung zu besichtigen.
Eine schöne Reise mit vielen neuen Eindrücken, Erlebnissen und wertvollen Gesprächen haben
wir durchlebt und nun nehmen wir Kurs über Brenner, Innsbruck und Fernpass Richtung Heimat. Langeweile kommt aber nicht auf, denn gespannt erwarten wir das Ergebnis der Abstimmung für das Reiseziel 2027: Die Toskana ist der eindeutige Favorit.
Jetzt wird es Zeit, DANKE zu sagen: Klaus findet liebe und nette Worte für Heidrun und Ute, die uns während der Reise stets gutgelaunt mit Getränken versorgt haben. Auch bei Ottmar bedankt er sich im Namen aller Reisegäste. Seine Fröhlichkeit und sein Lachen war ansteckend und mit seiner ruhigen und souveränen Fahrweise hat er uns wieder gut nach Hause gebracht. Vielen lieben Dank auch an unsere Reiseleiter Margarete und Klaus., die alles so vorzüglich organisiert haben.
Tschüß und alles Gute bis zum nächsten Jahr.