Am Freitag, 9. Oktober 2026 trafen sich nach einigen Jahren wieder die Gemeindevorsteher im Ruhestand, zusammen mit ihren Frauen zu einem Ausflug. Bezirksvorsteher i.R. Thomas Kappler und sein damaliger Stellvertreter, Roland Gaßner hatten nach Erkenbrechtsweiler und Grabenstetten eingeladen.
Hier auf dem Bergplateau war im 1. Jahrhundert v.Chr. die größte keltische Siedlung Mitteleuropas auf 17 km², ein sogenanntes oppidum mit bis zu 20.000 Menschen, ein befestigtes Handelszentrum. Erst vor wenigen Jahrzehnten begannen intensive Untersuchungen und vor 2 Jahren wurde das „Heidengrabenzentrum“ in Betrieb genommen, wo durch Filme, Animationen und Rekonstruktionen das damalige Leben anschaulich dargestellt wird. Man taucht quasi persönlich in die Siedlung ein. Die Gegend war schon viele Jahrhunderte vorher besiedelt, wovon auch die nebenliegenden Grabhügel zeugen. Priester i.R. Peter Heiden aus unserer ehemaligen Gemeinde Erkenbrechtsweiler, der für seine großen Verdienste um das kulturelle Erbe und die Förderung der Region am „Heidengraben“ im Juni 2022 mit der Bundesverdienstmedaille ausgezeichnet worden war, führte uns persönlich durch die Räume und ergänzte mit vielen Erläuterungen und Hintergründen. Wir kamen aus dem Staunen nicht mehr heraus, auch im Wissen, dass erst 1-2% der gesamten Siedlung erforscht sind.
Zum Abschluss fuhren die Teilnehmer weiter nach Grabenstetten ins Gasthaus, wo man in geselliger Runde beim Abendessen die frischen Eindrücke aus uralten Zeiten, wie auch die persönlichen Erinnerungen an alte vergangene Zeiten ausgetauscht wurden. Dazu gehörte auch ein kurzer Film vom Vorsteherausflug vor 25 Jahren des damaligen Bezirks Kirchheim (vor der Fusion mit dem Kirchenbezirk Göppingen). In freudiger Stimmung verabschiedete man sich, nicht ohne über einen neue Ausflugsmöglichkeit im nächsten Jahr nachgedacht zu haben…