Am Sonntag, den 4. Februar 2024 besuchte Bischof Jürgen Gründemann die Gemeinden der Regionalgruppe Hohenstaufen sowie die Gemeinde Unteres Filstal, die sich in der Kirche in Göppingen versammelt hatten.
Als Grundlage des Gottesdienstes diente ein Bibeltext aus Lukas 21.36: „Wachet aber allezeit und betet, dass ihr stark werdet, zu entfliehen diesem allen, was geschehen soll, und zu stehen vor dem Menschensohn.“
In seinen Eingangsworten nahm der Bischof Bezug auf das Lied, das der Gemischte Chor der Regionalgruppe Hohenstaufen zu Beginn vorgetragen hatte und das mit der Bitte endete: „Mache mich selig, ich danke es dir!“ Er gab den Versammelten die Aufgabe mit, darüber nachzudenken, wie wir dem Herrn danken können. Als eine mögliche Antwort nannte er, dass Christus nicht nur in uns sei, sondern sich auch in Wort und Tat durch uns offenbare.
Mit Bezug auf das im Bibeltext genannte Wachen zeigte der Bischof am Beispiel von Petrus auf, dass es in unserem Glaubensleben Augenblicke gibt, in denen wir hellwach sind, aber auch solche, in denen wir schläfrig werden. Entscheidend sei, womit wir uns beschäftigen. Wenn wir uns vom Frust um uns herum über manche Zeitverhältnisse anstecken lassen oder dem Gedanken in uns Raum gäben, das Evangelium sei nicht mehr zeitgemäß, bringe uns das nicht näher zum Herrn. Deshalb sei es wichtig, sich immer wieder mit dem im Bibelwort beschriebenen Glaubensziel zu befassen und sich dafür von Gott heiligen zu lassen.
Darüber hinaus gelte es, die Wirksamkeit des Gebets erleben zu können, auch wenn wir es uns dabei gleich dem Apostel Paulus an Gottes Gnade genügen lassen müssen. Wer dies tue, dürfe aber gleich dem Apostel Petrus im Gefängnis erleben, dass Gott über unsere Vorstellungen hinaus Mittel habe, uns beizustehen.
Bezirksältester Joachim Raff griff in seinem Predigtbeitrag den Liedvortrag „Kennst du den Freund?“ auf und wies auf die Notwendigkeit hin, sich noch mehr mit Jesus zu beschäftigen, um ihn immer besser kennenzulernen. Hirte H. Stähle, der Vorsteher der Gemeinde Unteres Filstal, wies darauf hin, dass Jesus die Vollkommenheit im Wachen und Beten erreich hatte, als er beten konnte: „Dein Wille geschehe!“. Wie bei Petrus und Paulus gelte es, Schwächephasen zu überwinden. Dies gelinge, wenn man die Dinge vom Ende her, von Christi Wiederkunft aus, betrachte.
Nach der gemeinsamen Feier des Heiligen Abendmahls konnte Bischof Gründemann noch einen zugezogenen Priester für die Gemeinde Unteres Filstal bestätigen. Bereits am Mittwoch zuvor hatte auch Göppingen einen zusätzlichen Priester erhalten, indem der Bezirksälteste ihn für die Gemeinde bestätigte.
Nachdem der Chor den Gottesdienst mit der passenden Bitte „Herr, komme bald“ beschlossen hatte, nutzten der Bischof und die Bezirksämter noch gerne die Möglichkeit, sich von den Gottesdienstteilnehmern persönlich zu verabschieden.