Vereinigung der Gemeinden Lenningen und Erkenbrechtsweiler.
Am 1. Dezember 2024, dem ersten Advent, wurde in der Neuapostolischen Kirche Lenningen ein besonderer Gottesdienst gefeiert. Apostel Volker Keck leitete die feierliche Zusammenkunft, bei der die Gläubigen aus Erkenbrechtsweiler herzlich willkommen geheißen wurden. Der Anlass war von Wehmut und Hoffnung zugleich geprägt, denn die Kirche in Erkenbrechtsweiler war kürzlich profaniert worden, und die Gemeinden wurden zusammengeführt.
Als Grundlage für den Gottesdienst wählte Apostel Keck ein Wort aus 1. Johannes 2, 24: „Was ihr gehört habt von Anfang an, das bleibe in euch. Wenn in euch bleibt, was ihr von Anfang an gehört habt, so werdet ihr auch im Sohn und im Vater bleiben.“ Dieses Bibelwort verlieh dem Gottesdienst eine besondere Bedeutung und schenkte den Anwesenden Trost und Zuversicht.
In seiner Ansprache wandte sich Apostel Keck besonders an die Gläubigen aus Erkenbrechtsweiler: „Wir fühlen eure Traurigkeit und eure Wehmut.“ Er erinnerte daran, was eine Gemeinde wirklich ausmacht: „In einer Gemeinde gibt es Freude und Traurigkeit. Freuet euch mit den Fröhlichen, weinet auch mit den Trauernden.“ Diese Worte schufen eine Brücke zwischen den beiden Gemeinden und stärkten das Gemeinschaftsgefühl.
Mit Blick auf die Adventszeit gab Apostel Keck den Gläubigen Hoffnung mit auf den Weg: „Freut euch auf das Wesentliche, auf den Advent, den wir heute erleben dürfen. Der erste Advent steht für die Ankunft und Erwartung des Herrn Jesus Christus. Er will uns den Blick schenken auf die erste Auferstehung, auf das ewige Leben beim Herrn.“
Vorsteher Steffen Kappler und Bezirksvorsteher Heiko Stähle unterstrichen in ihren Wortbeiträgen die Bedeutung dieses Neubeginns: „Euch als ganze Gemeinde wünschen wir einen guten Startpunkt.“
Ein bewegender Moment war die Entlastung des seitherigen Gemeindevorstehers aus Erkenbrechtsweiler von seinem Amtsauftrag. Apostel Keck dankte ihm herzlich für seinen großen Einsatz und überreichte ihm einen Blumenstrauß als Zeichen der Wertschätzung.
Auch die katholische Gemeindereferentin Sarah Elisangela Hinz aus Oberlenningen richtete tröstende Worte an die Versammelten. Sie sprach von Aufbruch und Loslassen, passend zur Adventszeit: „Ich wünsche Ihnen, dass die Freude überwiegt und den Schmerz lindert.“ Sie betonte zudem die Verbundenheit der verschiedenen Konfessionen und freute sich auf ein gutes Miteinander im neuen Gemeindeverbund.
Musikalisch wurde der Gottesdienst feierlich umrahmt: Orgelklänge, der gemischte Chor und ein Streicherensemble verliehen der Andacht eine würdevolle und besondere Atmosphäre.
Nach dem Gottesdienst waren alle Teilnehmer zu einem kleinen Umtrunk eingeladen, um den Tag in Gemeinschaft ausklingen zu lassen.