Jesus Christus als Brückenbauer.
Am Sonntag, den 3. November 2024, fand in der neuapostolischen Gemeinde Voralb ein feierlicher Gottesdienst zum Gedenken an die Verstorbenen statt. Dieser Gottesdienst, der von den neuapostolischen Gemeinden weltweit begangen wird, widmete sich der Erinnerung an die Seelen in der jenseitigen Welt und stand unter dem Leitgedanken „Jesus Christus als Brückenbauer“.
Gemeindevorsteher Achim Vatter las für diesen besonderen Gottesdienst ein Bibelwort aus dem ersten Brief des Petrus (1. Petrus 3, Verse 18 und 19): „Denn auch Christus hat einmal für die Sünden gelitten, der Gerechte für die Ungerechten, damit er euch zu Gott führte; er ist getötet nach dem Fleisch, aber lebendig gemacht nach dem Geist. In ihm ist er auch hingegangen und hat gepredigt den Geistern im Gefängnis.“ Mit diesen Worten wurde der Kern der Predigt eingeleitet, in der Jesus Christus als derjenige dargestellt wurde, der in Liebe und Gnade eine Brücke zu den Verstorbenen baut.
Der Gottesdienst begann musikalisch eindrucksvoll mit dem gemischten Chor, der das Lied „Eine Botschaft voll Erbarmen“ sang. Der Chor eröffnete mit stimmgewaltigem Vortrag die Predigt und trug zur tiefen Atmosphäre bei. In seiner Ansprache betonte der Gemeindevorsteher, dass der Tag des Gedenkens kein Trauertag sei. Vielmehr solle an diesem Tag die Hoffnung gefeiert werden, die durch den Glauben an Jesus Christus und das Ewige Leben geschenkt wird. „Ohne Glauben ist es nicht möglich, zu Gott zu kommen“, so Vatter. Jesus Christus sei Auferstehung und Leben und stehe allen Seelen als Wegbegleiter zur Seite.
Hirte Jörg Weißenberger ergänzte die Predigt und rief die Anwesenden dazu auf, Jesus als „Freund“ zu betrachten, wie es im vorangegangen Liedvortrag des Chores „Kennst du den Freund?“ besungen wurde. Er sprach über die Vielfalt menschlicher Erfahrungen und Glaubensinhalte und forderte die Gemeinde auf, Brücken des Verständnisses und der Verbindung zu bauen.
In Vorbereitung auf das Heilige Abendmahl spielte ein kleines Ensemble das berührende Stück „Come Share the Lord“. In einem Moment der Stille und inneren Einkehr wurden die Gottesdienstbesucher eingeladen, sich zu fragen, wie oft Gott Geduld mit ihnen gehabt habe, und mit offenem Herzen und Glauben an das Opfer Jesu Christi teilzunehmen. Mit diesen Worten wurde die Bedeutung des Heiligen Abendmahls hervorgehoben – ein Moment des Trostes, der Einladung und des gemeinsamen Gedenkens.
Der Gottesdienst wurde schließlich vom Jugendchor mit einem bewegenden Beitrag beschlossen, der die Versammelten in einer Stimmung der Dankbarkeit und des Friedens entließ.
Die Zusammenkunft in der Gemeinde Voralb war geprägt von einer tiefen inneren Bewegung und dem Gefühl der Verbundenheit mit den Verstorbenen. Dieser Gedenkgottesdienst bot Raum für das Erinnern und das Vertrauen darauf, dass Jesus Christus, der Brückenbauer, die Verbindung zur jenseitigen Welt möglich macht.