Musikalische Vielfalt und adventliche Besinnung.
Am Sonntag, 1. Dezember 2024, fand in der Neuapostolischen Kirche in Weilheim an der Teck ein besonderer Gottesdienst statt, der durch eine Vielfalt musikalischer Beiträge eine besondere Atmosphäre schuf. Das Textwort für den 1. Advent aus Sacharja 9,9a – „Du, Tochter Zion, freue dich sehr, und du, Tochter Jerusalem, jauchze! Siehe, dein König kommt zu dir, ein Gerechter und ein Helfer.“ – zog sich wie ein roter Faden durch die Predigt und die musikalischen Darbietungen.
Advent – Freude, Stille und Vorbereitung
Priester Achim Vatter, der den Gottesdienst leitete, betonte die Bedeutung des Advents als Zeit der Erwartung und Besinnung. Er erinnerte daran, dass Advent „Er naht“ bedeutet und uns zur inneren Stille führen soll. Dabei schlug er den Bogen zum Textwort: Der Prophet Sacharja wies bereits auf die Ankunft Jesu hin – damals bescheiden und demütig auf einem Esel. Heute dürfen wir uns auf sein Wiederkommen freuen, das ohne Leid und Tränen stattfinden wird.
Ein besonderes Augenmerk lag auf der Vorbereitung: Der festlich geschmückte Altar und Christbaum, der liebevoll dekorierte Eingangsbereich und das abwechslungsreiche Musikprogramm verdeutlichten, wie wichtig es ist, diese Zeit bewusst zu gestalten. „Wenn uns etwas wichtig ist, bereiten wir uns vor“, wie Apostel Bauer an anderer Stelle erwähnte. Ebenso gilt es, das Sehnen nach der Wiederkunft Christi wachzuhalten.
Musik – Ein besonderer Klang im Advent
Musikalisch wurde der Gottesdienst durch eine Vielzahl von Beiträgen bereichert. Der gemischte Chor eröffnete mit dem Stück „Meine Seele ist Stille in dir“, dessen Aussagekraft mehrfach in der Predigt aufgegriffen wurde. Der „Irische Segenswunsch" als Klavierstück sowie der Kinderchor mit dem fröhlichen Lied „Lichterkinder“ verliehen dem Gottesdienst eine feierliche und bewegende Stimmung.
Der Jugendchor stimmte mit „Möge die Sonn dir scheinen“ nachdenkliche Töne an, während der gemischte Chor „Der Mond ist aufgegangen“ für eine besonders berührende Atmosphäre sorgte. Auch das Orchester mit dem Stück „Wie schön leuchtet der Morgenstern“ hob die adventliche Freude hervor.
Gedanken zur Stille
Die Predigtbeiträge der weiteren Amtsträger drehten sich immer wieder um das Thema Stille: „Nur durch Stille können wir Gott wahrnehmen“, so Priester Gaißert. Diakon Stenzel verglich die Vorbereitung auf Jesu Wiederkunft mit einem Adventskalender: Jeden Tag öffnet sich eine neue Tür, bis der große Tag kommt.
Diakon André Broßmann ergänzte: „Wenn wir die Stille suchen, finden wir Frieden bei unserem himmlischen Vater.“ Ein Arbeitskollege aus einer anderen Glaubensgemeinschaft habe erzählt, dass er einmal wöchentlich bewusst alles abschaltet, um zur Ruhe zu kommen – eine Inspiration auch für unseren Alltag.
Abschluss und Dank
Das Orchester trug mit dem Stück „Wie schön leuchtet der Morgenstern“ einen weiteren musikalischen Höhepunkt bei und leitete damit die Vorbereitung auf das Heilige Abendmahl ein. Priester Achim Vatter hob dabei die Einladung Gottes hervor: „Es ist gut, so wie du bist.“ Diese Worte wurden durch das Lied „Darf ich wiederkommen mit derselben Schuld?“ unterstrichen, das durch die Orgel und gesprochenem Text vorgetragen wurde.
Nach der Feier des Heiligen Abendmahls richtete Priester Achim Vatter ein herzliches Dankeschön an alle, die durch musikalische Beiträge, Dekorationen und Vorbereitungen zu diesem besonderen Gottesdienst beigetragen haben.
Advent sollte eigentlich das ganze Jahr sein - besonders und still.
Der musikalische Gottesdienst in Weilheim an der Teck verband Freude, Besinnung und Gemeinschaft auf eindrucksvolle Weise und war für alle Anwesenden ein besonderes Erlebnis.