Senioren entdecken das Hochsauerland, schweben über Wuppertal und schippern über den Möhnesee.
Anreise
Voller Erwartung besteigen unsere 38 Senioren Ottmars Bus. Unsere Reisegruppe besteht zum größten Teil aus Wiederholungstätern, jedoch gehen in diesem Jahr sieben Neulinge mit auf die Reise. Unser Ziel ist Sundern im Hochsauerland-Kreis. Dort sind für uns im Hotel „Gut Funkenhof“ Zimmer gebucht.
In Freudenberg, einem beschaulichen Städtchen im Siegerland, sehenswert durch die Altstadt, welche ganz in Fachwerkbauweise errichtet wurde und teilweise aus dem 17. Jahrhundert stammt, unterbrechen wir unsere Anreise. Ein kleiner Spaziergang durch den malerischen Ort tut nach der längeren Fahrzeit jedem gut, die ersten Fotomotive werden festgehalten und ein kühles Getränk in einem schattigen Cafégarten wird auch gern angenommen.
Dann geht es weiter nach Sundern. Schnell werden die Zimmer im Hotel bezogen und wir genießen ein leckeres Abendessen. Danach treffen wir uns zu unserer obligatorischen großen Tischrunde, um den Tag ausklingen zu lassen.
Sauerland-Rundfahrt
Heute geht es in Richtung Willingen. Die hiesige Gegend ist natürlich durch die bekannten Wintersportanlagen geprägt. Unser Ziel ist der Ettelsberg. Mit einer Kabinengondel geht es in 4,7 Minuten von 590 m auf 850 m Höhe. Hier finden wir den Hochheideturm, 62 m hoch, mit seiner verglasten Aussichtsplattform, der höchste Aussichtspunkt in Nord-West-Deutschland. Man kann ihn über 241 Stufen erklimmen, oder mit dem Aufzug nach oben schweben.
Danach steht Winterberg auf dem Programm. Wir wandern bis zum Startpunkt der bekannten Bob-und Rodelbahn. Eine beeindruckende Anlage, trotzdem kahl wirkend. Jetzt im Sommer erinnert wenig an die Fernsehbilder, die von Großereignissen im Winter in die ganze Welt gehen. Zuletzt fahren wir nach Schmallenberg, ein hübsches Städtchen am Rande des Hochsauerlandes, auch textile Stadt, oder „Strumpfstadt“ genannt. Unter anderem ist hier Falke zu Hause. Uns reicht aber eine kleine Eisdiele. Spaghetti-Eis, oder Amarena-Becher, egal, hier gibt es alles, was das Herz begehrt.
Schnell ist es wieder so weit und es geht ins Hotel zurück.
Abendessen und unsere obligatorische Abendrunde, der Tag endet schön und harmonisch.
Benediktiner-Abtei Königsmünster, Brilon, Warstein, Bilsteinhöhle und Wildpark
Bevor wir zum geplanten Tagesprogramm übergehen, machen wir einen kleinen Umweg zur Benediktiner-Abtei Königsmünster in Meschede. Sie ermöglicht uns einen Augenblick des Innehaltens und der Betrachtung des imposanten Bauwerkes, gibt uns die Möglichkeit zu einem Gruppenfoto auf ihren Stufen und lässt uns Zeit, ein gemeinsames Lied anzustimmen.
Danach geht es innerhalb unseres Tagesprogrammes weiter nach Brilon, ein staatlich anerkanntes Kneipp-Heilbad im östlichen Sauerland, nahe an Hessen.
Brilon gehört zu den Städten mit dem größten Waldbesitz. Bei einem Spaziergang bestaunen wir die historische Hansestadt und bewundern das Rathaus, eines der ältesten Deutschlands, aus dessen Turm jede Stunde ein Glockenspiel ertönt.
Danach geht es nach Warstein. Hier denken bestimmt einige an Bier und damit liegen sie nicht falsch. Mehrere bekannte Biersorten kommen aus dieser Brauerei und werden hier abgefüllt. Auf eine Besichtigung wird allgemein verzichtet, aber den Showroom besuchen wir und kommen dann in einen wunderschönen Biergarten.
Wunderschön angelegt, im Moment nicht überlaufen, genießen wir hier eine kleine Oase, ehe wir weiter zur Bilsteinhöhle fahren.
Jetzt haben wir die Wahl, Bilsteinhöhle oder Wildpark. Die Bilsteinhöhle ist eine Tropfsteinhöhle, in der eine Temperatur von 8 Grad herrscht. Sie wurde 1887 entdeckt, von der 1.850 m langen Höhle können 400 m bequem begangen werden. Der Wildpark wurde 2011 gegründet. Wir sehen Rotwild, Luchse, Rotfüchse, Waschbären und Skudden, eine kleine Schafart.
Nach der Besichtigung sind alle geschafft und freuen sich auf einen gemütlichen Abend im Hotel.
Wuppertal
Heute geht es nach Wuppertal, zur größten Stadt, mit 360.000 Einwohnern. Eine Großstadt mit viel „Grün“.
Nach einer zweistündigen Stadtführung per Bus kommt das Highlight. Wir fahren mit der Schwebebahn. Bei uns sind die besten Führer, die wir bekommen können. Margarete und Klaus. Wir teilen uns in kleine Gruppen auf und fahren von Vohwinkel, der einen Endstation, bis nach Oberbarmen, der anderen Endstation. Eine Stunde Schwebebahnfahrt, zuerst über der Straße, dann über der Wupper. Durch die Innenstadt, an endlosen Häuserreihen vorüber, mitten durchs Bayerwerk. Teilweise kann man den Anwohnern ins Fenster schauen, auf Hinterhöfe blicken und derweil gelangt man von einem Stadtende zum anderen.
Es ist erstaunlich, dass alle zwei Minuten eine Bahn kommt und trotzdem jede Bahn gut gefüllt ist. Für alle ein Erlebnis.
Leider wird eine unserer Schwestern zum Opfer einer Taschendiebin, ein Vorfall, der uns alle schockiert hat.
Am Spätnachmittag fahren wir den heute etwas längeren Weg nach Sundern zurück und genießen den verdienten gemütlichen Abend.
Gottesdienst in Sundern und eine Schifffahrt auf dem Möhnesee
Reiseleiter Klaus hat uns bei dem Vorsteher von Sundern angemeldet. Er musste im Voraus abklären, ob in der Kirche genug Platz vorhanden ist. Da das der Fall ist, können wir getrost in die nahegelegene Kirche fahren. In NRW beginnt am Sonntag der Gottesdienst um 10:00 Uhr. Wir werden sehr herzlich begrüßt.
Ein nettes kleines Kirchlein. Ein kleiner Chor von acht Sängern singt uns gefühlvoll seine Lieder entgegen und beginnt mit einem der schönsten Lieder: „Vater ich weiß, dass deine große Gnade noch regiert“. Der Vorsteher der Gemeinde stellt die Einheit Gottes in die Mitte. Nach dem Gottesdienst werden wir von den Geschwistern überrascht.
Sie haben ein großes Buffet aufgebaut, um uns zu bewirten. Schöne und intensive Gespräche werden geführt, Wiedersehen gefeiert und liebe Grüße an gemeinsame Bekannte mitgegeben.Vor der Verabschiedung singen wir noch ein gemeinsames Lied: „Der Herr ist mein Licht“.
Freudig und dankbar verabschieden wir uns von den Brüdern und Geschwistern. Nun haben wir noch einen Nachmittag im Sauerland. Wir fahren zur Möhnetalsperre, eine der größten Talsperren in Deutschland. Die Staumauer ist 40 Meter hoch und 650 Meter lang.
Wir entscheiden uns für eine einstündige Schifffahrt. Interessant ist ein Shuttleboot, welches nach der Hälfte der Fahrzeit an das große Schiff andockt, indem es halb unter das Schiff fährt und Fahrgäste aufnimmt, welche nur ein kleines Ticket gekauft haben. Nach der Schifffahrt gibt es noch Kaffee und Kuchen an Ottmars Bus, ehe es zum Hotel zurückgeht, um die Koffer zu packen.
Nach leckerem Abendessen und letztem gemütlichem Beisammensein gehen unsere schönen Tage im Sauerland zu Ende.
Heimfahrt
Nun geht es wieder nach Hause. Gut gelaunt und zufrieden besteigen wir Ottmars Bus. Noch ein kleiner Abstecher zum idyllisch gelegenen Sorpesee, dann geht es Richtung Heimat. Es liegt wieder eine schöne Zeit hinter uns. Eine Zeit voller Gespräche, neuer Erlebnisse und schöner Begebenheiten ist zu Ende. Aber vorher wird noch das Reiseziel für die nächste Reise ausgewählt.
Die Entscheidung fällt ziemlich eindeutig aus, das nächste Reiseziel ist Südtirol. Vor Frankfurt hat einer unserer Brüder eine gute Idee. Zeitlich sind wir gut im Plan, also, kurz von der Autobahn ab, vorbei an der imposanten Skyline von Frankfurt, nicht weit und wir haben einen wunderbaren Aussichtspunkt erreicht, der uns die Möglichkeit gibt, Flugzeuge im Minutentakt starten und landen zu sehen.
Danach ist wirklich Schluss. Reiseleiter Klaus bedankt sich im Namen aller bei unseren beiden Schwestern Ute und Heidrun. Beide haben uns während unserer Reise liebevoll mit Getränken versorgt und Ottmar bekommt ebenso einen lieben Dank. Sein immer ausgeglichene Art und Fahrweise entspannt sogar den ängstlichsten Reiseteilnehmer. An der Kirchheimer Kirche ist unsere Reise dann endgültig zu Ende.
Wir freuen uns auf 2026.