„‚Wo bist du?‘ – Eine Frage, die bewegt und verbindet“
Süßen, 9. November 2025 – Unter dem Gedanken „Wo bist du?“ (1. Mose 3,9) fand in Süßen ein inspirierender Jugendgottesdienst statt, den der stellvertretende Bezirksvorsteher Ralph Mattes leitete. Jugendliche aus dem gesamten Kirchenbezirk kamen zusammen, um gemeinsam zu singen, zu beten und sich über Glaubensfragen auszutauschen.
Zum Auftakt präsentierten die Jugendleiter ein eindrucksvolles Video, in dem eine Pfarrerin symbolisch einen „Pfeiler des Glaubens“ in den Kirchenraum stellte. Es machte deutlich: Der Glaube erhält durch die Gemeinschaft in der Kirche besonderen Halt und Nachhaltigkeit.
Vertrauen statt Misstrauen – „Wo bist du?“ als persönliche Frage
Im Mittelpunkt der Predigt stand die Lesung aus 1. Mose 3, Verse 1–15, die von Adam und Eva, der verbotenen Frucht und der Versuchung durch die Schlange erzählt. Ralph Mattes betonte in seiner Auslegung, dass der Teufel Misstrauen zwischen Mensch und Gott gesät habe. „Lasst uns die Frage stellen: Wo bist du? – Gott braucht die Antwort nicht, wir selbst brauchen sie“, so Mattes. „Wie sehr suchen wir seinen Weg?“
Er erinnerte daran, dass Jesus nicht zu den Gerechten, sondern zu den Sündern kam. Durch Liebe und Barmherzigkeit habe jeder die Möglichkeit, Gerechtigkeit vor Gott zu finden. Besonders wichtig sei, die Nähe zur Kirche zu pflegen: „Je weniger wir die Gemeinschaft suchen, desto größer ist die Gefahr, dass wir den Glauben verlieren.“
Junge Stimmen im Austausch
Nach einem musikalischen Zwischenspiel – ein Querflötensolo und eine Solo-Gesangseinlage – wurden per Beamer Fragen an die Wand projiziert, die die Jugendlichen zum Nachdenken anregen sollten. Daraus entwickelte sich ein lebhafter Austausch über Glauben, Vertrauen und persönliche Herausforderungen.
Der Stv. Bezirksvorsteher Wolfgang Kienle hob hervor, wie wichtig solche Gespräche für die eigene „Standortbestimmung im Glauben“ seien. „Wenn meine Gebete nicht erhört werden, ist das eine Herausforderung – aber gebt euren Glauben nicht auf. Gott ist unser Leuchtturm, er gibt uns Impulse“, ermutigte er die Jugendlichen.
Auch Diakon M. richtete herzliche Worte an die jungen Gläubigen: „Bleibt dabei – ja, hier bin ich! Bleibt im Zentrum der Gemeinschaft und nehmt euch an der Hand.“
Musik, Begegnung und herzliche Gastfreundschaft
Musikalisch wurde der Gottesdienst umrahmt: Solisten, der Jugendchor sowie Orgel- und Klavierbegleitung sorgten für eine stimmungsvolle Atmosphäre.
Nach dem Gottesdienst lud der Gemeindevorsteher von Süßen mit seiner Mannschaft alle Teilnehmenden zu einem liebevoll vorbereiteten Imbiss ein. Bei selbstgemachter Kürbissuppe, sardischer Selleriesuppe sowie Weißwürsten mit frischen Brezeln kamen die Jugendlichen miteinander ins Gespräch. Für die herzliche Gastfreundschaft der Gemeinde Süßen gab es herzlichen Applaus und Dank.