Die Gemeinde Ötlingen erhielt am 23.02.2025 Besuch durch den stellvertretenden Bezirksvorsteher Bezirksevangelist Gerald Kaufmann aus dem Nachbarbezirk Schwäbisch Gmünd.
Der Gottesdienst, der durch Chor und Orchester umrahmt wurde, diente auch der Vorbereitung für den Gottesdienst zum Gedächtnis an die Entschlafenen am darauffolgenden Sonntag. Er stand unter dem Bibelwort aus Markus 6, 56: „Und wo er in Dörfer, Städte oder Höfe hineinging, da legten sie die Kranken auf den Markt und baten ihn, dass diese auch nur den Saum seines Gewandes berühren dürften; und alle, die ihn berührten, wurden gesund.“
Der Bezirksevangelist griff eine Textstelle aus dem Lied des Chores (Chormappe 186) auf: „Gott verlässt die Seinen nicht“. Das soll uns immer bewusst machen, dass wir uns zu Gott halten und versuchen, seinen Willen zu tun.
Er zitierte aus einem Gottesdienst, den der Stammapostel im Jahr 2014 im Bezirk Schwäbisch Gmünd hielt: Wer ist an der ersten Auferstehung dabei? Diejenigen, die eine Beziehung zu Jesus Christus bzw. dem dreieinigen Gott haben.
Wie äußert sich eine solche Beziehung? Unter anderem darin, wie wir unseren Mitmenschen begegnen und mit ihnen umgehen. Der Umgang der Menschen untereinander ist im Zeitalter der Sozialen Medien kalt geworden, es gibt viel Egoismus und Hass. Christen sollen sich hier positiv abheben und den Menschen wohlwollend begegnen, auch denen, die einem nicht so liegen oder vielleicht auch nicht so gut gesonnen sind. Die Gnade, die wir immer wieder erhalten, wollen wir auch Anderen zuteilwerden lassen.
Das gilt auch für die, die schon in der jenseitigen Welt sind. Wir haben die Aufgabe, allen eine Hilfe zu sein, indem wir im Gebet für sie einstehen. Wir machen uns vielleicht manche Vorstellung, wie es in den jenseitigen Bereichen sein könnte, wir waren aber noch nicht dort und wissen nicht, wie es tatsächlich dort ist. Wir können aber für alle beten, auch für die, die nicht unseren Vorstellungen entsprechen. Ein Impuls dazu: vielleicht waren auch Menschen, die schlimme Dinge getan haben, nicht nur Täter, sondern auch Opfer (der Verhältnisse, der Einflüsse, der Zeit, in der sie gelebt haben).
Der Bezirksevangelist zeigte, dass der im Textwort genannten Saum des Gewandes schon im Buch Mose genannt ist. Dort war es die Versinnbildlichung des Gesetzes Gottes. Im Neuen Testament ist damit die Nähe zu Gott verbunden, also die oben genannte „Beziehung“.
Das Berühren des Saumes war mit Hilfe und Heilung verbunden. Der Bezirksevangelist forderte am Ende die Gemeinde nochmals auf, auf ihre Beziehung zum dreieinigen Gott zu achten.
Zu einem weiteren Predigtbeitrag wurde Priester Schmidhäußler aufgerufen.