Gottesdienst in Göppingen mit den Gläubigen des gesamten Kirchenbezirks.
Im Rahmen eines Gottesdienstes für den ganzen Kirchenbezirk am 31. Juli 2024 in Göppingen stellte Bezirksapostel Ehrich den sonntags zuvor ordinierten Apostel Volker Keck vor. Dieser Gottesdienst war in der Jahresplanung so ursprünglich nicht vorgesehen und erfreute daher die Gottesdienst- teilnehmer in besonderer Weise. Auch der nun im Ruhestand befindliche Apostel Hans-Jürgen Bauer sowie Apostel i.R. Volker Kühnle, der bis 2019 den Kirchenbezirk betreut hatte, waren im Gottesdienst zugegen. Ebenfalls eingeladen waren alle Bezirksämter aktiv und i.R. aus dem Apostelbereich Ulm. Per Livestream nahmen zahlreiche weitere Kirchenmitglieder am Gottesdienst teil.
Feierlich umrahmt wurde dieser von der Orgel, vom Bezirksorchester und einem aus Sängern von verschiedenen Gemeinden des Bezirks zusammengesetzten Gemischten Chor. Chor und Orchester trugen eingangs gemeinsam das Lied „Nimm du mich ganz hin, o Gottessohn“ vor, auf das Bezirksapostel Ehrich zu Beginn seiner Predigt Bezug nahm. Dies bedeute in der Umsetzung, völlig in dessen Willen aufzugehen und sich in aller Konsequenz auf seine Wiederkunft vorzubereiten. Der Heilige Geist, der uns dafür gegeben ist, möge sich dazu in uns entfalten und immer mehr an Raum gewinnen. Dies sei auch erforderlich, um den dem Gottesdienst zugrundeliegenden Bibeltext aus den Abschiedsreden Jesu umsetzen zu können: „Denn ein Beispiel habe ich euch gegeben, damit ihr tut, wie ich euch getan habe“ (Johannes 13, 15).
Der Bezirksapostel erinnerte zunächst an den Stammapostelgottesdienst am Sonntag zuvor und nannte als ersten Punkt die Bereitschaft, auch die Lasten des Anderen zu tragen und an dessen Not nicht achtlos vorüberzugehen. Jesus habe außerdem in seiner allen zugewandte Dienstbereitschaft Beispiel gegeben. Wir sollen diesem folgen, uns dabei aber bewusst sein, dass der Diener nie größer ist als der Herr. Vor allem im Wesen und in der Haltung gelte es, Jesu immer ähnlicher zu werden. Dazu gehöre als Grundbedingung, den Willen Gottes zu tun. Dieser sei dann verinnerlicht, wenn wir in Bezug auf die göttlichen Gebote nicht mehr sagen „Ich soll“, sondern „Ich will“. Jesus habe trotz seiner hohen Gaben immer auf den Vater hingewiesen und nur ihm die Ehre gegeben. Schließlich habe er in unübertrefflicher Weise die Bereitschaft gezeigt, Opfer zu bringen. Abschließend verwies der Bezirksapostel auf das Gleichnis vom Weltgericht und unterstrich, dass alles, was wir für den Geringsten tun, für den Herrn getan ist. Das hochzeitliche Gewand, das Jesus ebenfalls in einem Gleichnis angesprochen hat, sei das Wesen Jesu Christi, in das wir immer mehr hineinwachsen wollen, bis es uns ganz umhüllt.
Ein Liedvortrag des Chores leitete anschließend über zum ersten Predigtbeitrag von Apostel Keck im neuen Amtsauftrag. Er stellte den Heilandsruf in den Mittelpunkt seiner Ausführungen, mit dem Jesus die Menschen eingeladen hat, zu ihm zu kommen, um von ihm zu lernen. Insbesondere unterstrich er das große Beispiel, dass Jesus in seiner Haltung am Kreuz gegeben habe. Er habe Schweres auf sich genommen, um es dem Anderen leichter zu machen und habe in den schwersten Augenblicken immer noch die Kraft gefunden, selbst seinen Feinden zu vergeben. Zum Abschluss seiner Ausführungen formulierte der Apostel unser Zielbild mit den Dichterworten „In Wort und Werk, in allem Wesen sei Jesus und sonst nichts zu lesen.“
Bevor er zur Feier des Heiligen Abendmahls überleitete, griff Bezirksapostel Ehrich nochmals das Beispiel des Lehrers auf, und betonte, zu einem erfolgreichen Lernen sei neben einem guten Lehrer auch ein Interesse seitens des Schülers notwendig. Anschließend fand sich die große Gemeinde zur Sündenvergebung und zur Feier des Heiligen Abendmahls zusammen, ehe der Bezirksapostel den aufgrund der großen Hitze kurz gehaltenen Gottesdienst mit Gebet und Segen beschloss.
Nachdem Chor und Orchester mit dem kraftvollen Vortrag „Preis und Anbetung sei unserm Gott“ den musikalischen Schlusspunkt gesetzt hatten, nahmen sich der Bezirksapostel und die anwesenden drei Apostel gerne noch die Zeit, um sich von den Gottesdienstteilnehmern zu verabschieden. Dabei konnten diese sowohl dem scheidenden wie auch dem neuen Apostel ihre Segenswünsche übermitteln.