Festlicher Gottesdienst mit Bischof Gründemann vereint den gesamten Kirchenbezirk.
Zum Gottesdienst am Mittwoch, dem 6. November 2024 in der Kirche in Göppingen mit Bischof Jürgen Gründemann war der ganze Kirchenbezirk eingeladen; auch per Livestream waren viele Gottesdienstteilnehmer angeschlossen.
Der Gemischte Chor, zu dem sich Sänger aus allen Regionen des Kirchenbezirks zusammengefunden hatten, leitete den Gottesdienst mit dem Liedvortrag „Kennst du den Freund?“ ein. Der Bischof griff diesen Gedanken zu Beginn seiner Predigt auf und wünschte, dass in jedem Gottesdienst nur dieser Freund, nämlich Jesus, wahrnehmbar sei. Ein wahrer Freund dürfe auch einmal ein klares Wort sagen, weil er es gut mit uns meint. Einen solchen Freund gelte es zu bewahren; wir mögen aber auch bereit sein, ihn mit anderen zu teilen.
Als biblische Grundlage des Gottesdienstes diente ein Text aus dem Johannesevangelium: „Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wer mein Wort hört und glaubt dem, der mich gesandt hat, der hat das ewige Leben und kommt nicht in das Gericht, sondern er ist vom Tode zum Leben hindurchgedrungen“ (Johannes 5, 24). Darauf eingehend, stellte der Bischof die Frage: „Was machen wir mit dem Wort Gottes?“ Es solle gegenüber anderen Worten einen besonderen Stellenwert haben, da es gemäß dem Bibelwort zum ewigen Leben dient. Dazu sei es aber notwendig, es anzunehmen und in unser Leben zu integrieren, damit es in uns etwas bewirken und verändern kann. Ein erster Schritt dazu sei, in sich Stille zu schaffen, indem wir unsere Sorgen auf Gott werfen. Dann sind wir in der Lage, das Wort Gott an uns heranzulassen. Jeder entscheide schlussendlich selbst, ob er dieses nur bis an sein Ohr oder auch in sein Herz lasse. Wer dies aber tue, dürfe dessen heilsame Wirkung erleben.
Bezirksvorsteher Heiko Stähle, der um einen Predigtzugabe gebeten wurde, gab den Rat, den lieben Gott ausreden zu lassen. Nur wer seinem Gegenüber bis zu Ende zuhöre, sei erst in der Lage, dessen Gedanken in Gänze zu verstehen. Weiter führte er aus, dass wir in göttlichen Dingen manches Mal noch eine Schlüssellochperspektive haben. Um das zu sehen, was sich dahinter verbirgt, bedürfe es dann der Nähe. Dasselbe gelte auch für das Verstehen. Entscheidend sei aber, das Hören und Verstehen durch den Glauben zu krönen.
Nachdem die große Gemeinde gemeinsam Heiliges Abendmahl gefeiert hatte, beendete Bischof Gründemann den Abendgottesdienst mit Gebet und Segen. Als musikalischen Schlusspunkt trugen die Sänger das Lied „Der Heiland sorgt für dich“ vor, ehe der Bischof und der Bezirksvorsteher sich noch von zahlreichen Gottesdienstteilnehmern verabschiedeten.