Ein neues Kirchenjahr beginnt.
Das neue Kirchenjahr, welches mit dem 1. Advent beginnt, ist die Erwartungszeit auf die Geburt Jesu, die mit dem Weihnachtsfest gefeiert wird.
Den Gottesdienst zum 1. Advent führte der Gemeindevorsteher, Priester Heiko Haase, durch. Als Grundlage diente das Bibelwort aus Sacharja 9, 9a: „ Du, Tochter Zion, freue dich sehr, und du, Tochter Jerusalem, jauchze! Siehe, dein König kommt zu dir, ein Gerechter und ein Helfer“.
In der Predigt führte der Gemeindevorsteher unter anderem aus, dass die Adventszeit eine besondere Zeit ist. Nach dem Monat November, der durch die Dunkelheit für viele nicht so schön ist, freut man sich auf die Adventszeit, die vieles schönes hat, das die Herzen wieder aufgehen lässt, vor allem die Lichter, die jetzt leuchten. Wir wollen auch uns wieder darauf besinnen, was eigentlich Advent bedeutet. Oft ist der Kommerz, das Gewinnstreben im Vordergrund. Was ist aber Advent? Gott ist in Jesus Mensch geworden um das Opfer zu vollbringen. Er wird wiederkommen, als König, um die Braut zu sich zu holen. Der Advent ist an Weihnachten für die Christen nicht vorbei, sondern Jesus wird wiederkommen, das ist die Erwartungszeit der Christen. Auf diese Wiederkunft müssen wir uns heute vorbereiten, so wie wir uns auch auf das Weihnachtsfest vorbereiten.
Die klare Frage, wie stehen wir in der Erwartungshaltung auf die Wiederkunft Jesu Christi? Nutzen wir die Adventszeit um uns durch Zeit, Raum und Ruhe für unsere Zukunft mit Gott und Jesu zu beschäftigen. Erwarten wir das große Licht, Gott unseren Vater und sein Sohn Jesu mit Freude. Haben wir die Sehnsucht auf unsere Heimat, die Jesu uns bereitet hat – unsere Adventszeit im Glauben.
In seinem Predigtbeitrag führte Diakon Zentler unter anderem aus, der Altarschmuck überwältigte Ihn mit der Farbe Rot, die Farbe der Liebe, der Wärme, da fällt Ihm das Lied ein: „Ich bete an die Macht der Liebe“. Wer Liebe ausstrahlt und empfängt, bekommt sie auch wieder zurück. Im Dezember ist in vielen Branchen Hochkonjunktur, wenn wir dies auf unseren Glauben übertragen, haben wir Hochkonjunktur im Mut, in der Liebe, in der Zuverlässigkeit und im Wiederkommen Jesu Christi. Befassen wir uns intensiv mit Gott unserem Vater, dass das Licht von Ihm intensiv strahlen kann.
Zu einem weiteren Predigtbeitrag wurde Priester Schiller aufgerufen, der unter anderem ausführte: Wir stehen alle in der Adventszeit in der Erwartungszeit, eine schöne, geheimnisvolle spannende Zeit, besonders für die Kinder. Lassen wir uns durch die Adventszeit anlocken und antreiben oder sagen wir auch Stopp, es ist eine Besinnungszeit, auch für sich selbst. Wie gehen wir mit unserer Zeit um, lässt Du Dich überall einspannen und treiben? Oder nehme auch Zeit für sich selbst, für meinen Glaubensweg? Bereiten wir uns auf die Ewigkeit vor? Unser Seelenbräutigam kommt wieder, wie vor ca. 2.000 Jahren, unsere Hoffnung und Perspektive im Glauben. Jesus Christus wurde klein und unscheinbar in einem Stall geboren aber groß und mächtig sind seine Werke.
Nach der Feier des heiligen Abendmahls wurde der Gottesdienst mit Gebet und Segen beendet. Chor und Orgel haben den Gottesdienst musikalisch umrahmt, was eine schöne Stimmung erzeugt hat.