In manchen Regionen Deutschlands ist es Brauch, die "Halbzeit" zwischen der Grünen und der Silberhochzeit zu feiern. Nach zwölfeinhalb Jahren Gemeinsamkeit soll die Ehe ihre passende "Würze" bekommen haben.
Bei den Eheleuten Wagler hatte das Fest am Mittwochabend, dem 17. August 2016 allerdings eine besondere Bedeutung: Sie erbaten sich den Segen zu ihrer kirchlichen Hochzeit.
Zu diesem Anlass hatte sich im Kirchheimer Gotteshaus eine große Festgemeinde aus nah und fern eingefunden, und der Gottesdienst wurde musikalisch mitgestaltet durch Vorträge des Gemischten Chors und von Instrumentalisten.
Hirte Jens Strähle ging zunächst auf das Chorlied "Gut, dass wir einander haben..."ein und wies darauf hin, dass dies nicht nur für das Hochzeitspaar gelte, sondern wir als Christen in Jesus einen treuen Begleiter hätten. Bezug nehmend auf das Textwort (5.Mose 32 Vers 11) machte er deutlich, dass das Volk Israel auf seiner langen Wüstenwanderung trotz aller Plagen immer die Hilfe Gottes erfahren durfte. Diese Hilfe und Fürsorge wird auch uns zuteil; wir erleben immer wieder die Vergebung unserer Schuld und dürfen im Heiligen Abendmahl die Tischgemeinschaft mit Jesus genießen.
In seinem Predigtbeitrag erinnerte Priester Schäfer daran, dass unser menschliches Leben Veränderungen unterworfen ist, im Äußeren wie im Inneren. Gottes Kraft hilft uns, solche Veränderungen zum Segen werden zu lassen. Dies ist dem Hochzeitspaar zu wünschen, aber auch der ganzen Gemeinde.
Am Ende des Gottesdienstes bedankte sich die Braut bei allen Gästen und vor allem jenen, die zum guten Gelingen des Festes betrugen, und lud sie zu einem Sektempfang ein.